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Gezielte Giftköder-Attacken gegen Hunde?

Nach dem morgendlichen Spaziergang spuckt der Hund einer Heidenheimerin Blut. Der Besuch beim Tierarzt ergibt: Das Tier hat Rattengift gefressen. War es ein gezielter Anschlag von Hundehassern? Im Land jedenfalls mehren sich die Anzeigen.

Karin fUCHS |

Der zweijährige Malteser hat die innere Blutung überstanden, andere Hunde haben die Vergiftung oder Attacke durch Stecknadeln oder Rasierklingen nicht überlebt. In sozialen Netzwerken wird gewarnt, dass an beliebten Gassi-Strecken in Heidenheim, wie in den Ritteranlagen, solche Gift-Köder ausliegen würden. Was da dran ist, lässt sich schwer verifizieren. Der Polizei liegt keine Anzeige vor.

Allerdings gab es zwei Verdachtsfälle in Giengen und Steinheim. Wie ein Polizeisprecher mitteilt, hatten die Hunde Vergiftungserscheinungen und konnten durch tierärztliche Behandlung gerettet werden. Welche Substanz die Tiere aufgenommen hatten und ob das Gift vorsätzlich mit Hilfe von Ködern ausgelegt worden war, habe sich im Nachhinein nicht feststellen lassen.

Weitere Fälle in Göppingen und Ulm

Weitere Fälle wurden aus dem Raum Göppingen gemeldet, erst vorige Woche fand man einen Stecknadel-Wurstköder in Ulm. Die Polizei tut sich schwer, die Täter zu ermitteln. Eine Umfrage bei Tierärzten in Heidenheim ergab, dass es zwar Verdachtsfälle gibt, aber letztendlich selten mit Sicherheit eine absichtliche Vergiftung diagnostiziert werden konnte.

„Wir haben ganz klar den Eindruck, dass die Zahl der Fälle zunimmt“, sagt indes die Landestierschutzbeauftragte Cornelie Jäger, die von einer neuen Qualität spricht, Tieren absichtlich Schaden zuzufügen. Beim Verstoß gegen das Tierschutzgesetz droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Tierärztin Steffi Grath rät Hundehaltern zu einem Anti-Giftködertraining. Am wirkungsvollsten sei es, wenn dem Hund nicht einfach das Aufnehmen von Dingen auf dem Boden verboten werde, sondern wenn man ihm zeigt, was er stattdessen tun soll. Eine Alternative wäre, dass er auf Signal hin den Besitzer anschaut und dieser ihn für sein Verhalten belohnt.

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