Ausbildungs- und Studienmesse im Congress Centrum ausgebucht
Die Besucher der zehnten Ausbildungsmesse dürfen sich freuen: Zum ersten Mal werden bei der Veranstaltung mehr als einhundert Betriebe und neun Hochschulen vertreten sein. Damit hat die Messe, die zum zweiten Mal im Congress Centrum stattfindet, das größte Angebot an Ausstellern in ihrer Geschichte.
Die von Stadt, Landkreis, Arbeitsagentur und Job-Center zusammen veranstaltete Ausbildungsmesse öffnet außerdem für interessierte Jugendliche und deren Eltern von 9.30 bis 15 Uhr, also eine Stunde länger als bisher, ihre Pforten – nicht zuletzt deshalb, weil man wegen des anstehenden Doppel-Abiturs auch besonders viele Besucher erwartet. Ebenso wird die Ausbildungsmesse alle räumlichen Dimensionen sprengen, da außer dem Congress Centrum auch die Konferenzräume des Schlosshotels belegt sind. Unter dem Motto „rien ne va plus“ mussten die Veranstalter aus Platzmangel zwanzig Betrieben einen Ausstellungsplatz verwehren, obwohl zum ersten Mal auch die Bühne des Martin-Hornung-Saals in Anspruch genommen wird.
Waren es vor zehn Jahren noch fünfzig Ausbildungsbetriebe und eine Hochschule, die sich vorstellten, so sind nun mehr als doppelt so viele Betriebe und Hochschulen vertreten. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Plus von zehn Prozent an Ausstellern zu verzeichnen. Laut Oberbürgermeister Bernhard Ilg macht sich hier schon deutlich der anstehende demographische Wandel bemerkbar: Immer weniger Jugendliche stehen für Ausbildungsplätze zur Verfügung, die Betriebe müssen sich um Lehrlinge bemühen. „Früher gab es Lehrstellen-Lücken, heute gibt es Lehrlings-Lücken.“
Laut Norbert Bach, Leiter der Agentur für Arbeit Heidenheim, sei das primäre Ziel der Messe nicht der Abschluss von Ausbildungsverträgen, sondern das Herstellen von Kontakten. „Die Messe gehört bei der Berufsorientierung einfach dazu.“ Landrat Hermann Mader ergänzt: „Junge Menschen sollten sich nach ihrer Berufung fragen und sich nicht an Modeberufen orientieren.“ Wichtig findet Ilg auch die direkte und unkomplizierte Kontaktaufnahme zwischen den Betrieben und den Interessierten, die bei der Messe möglich sei. Kontaktpersonen finden die Jugendlichen dabei oft auf Augenhöhe, da die Ausbildungsbetriebe ihre Lehrlinge mitbringen.
Speziell für die Abiturienten des anstehenden Doppeljahrgangs stellen neun Hochschulen, vor allem aus der Region, ihre Angebote vor. Und was für manchen vielleicht auch eine Rolle spielen dürfte, der nicht gleich einen Studienplatz bekommt: Auch solche Betriebe sind vertreten, die Plätze für ein „Freiwilliges soziales Jahr“ oder den „Bundesfreiwilligendienst“ anbieten, um den Jugendlichen eine sinnvolle Perspektive zur Überbrückung eines Jahres zu bieten.
Die Veranstalter hoffen, in diesem Jahr die Marke von 10 000 Besuchern zu knacken und die Abwanderung von potenziellen Auszubildenden aus dem Landkreis zu verhindern. „Wir haben aus der Situation am Arbeitsmarkt gelernt und haben mit der Ausbildungsmesse ein qualitativ hochwertiges Instrument gefunden, mit dem die Politik reagiert“, sagt OB Ilg.
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Autor: Daniela Jäger | 02.11.2011
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Begegnung auf Augenhöhe: Oft stellen bei der Ausbildungsmesse (unser Bild entstand im vergangenen Jahr) Auszubildende ihren Beruf den interessierten Jugendlichen vor.
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