Partner der

450 Rot-Kreuzler beim Bundesentscheid in Heidenheim

Am Ende spielte sogar noch das Wetter mit. 18 Rotkreuz-Teams aus ganz Deutschland trugen am Samstag in Heidenheim ihren Bundesentscheid aus. Und während es am Morgen immer wieder geregnet hatte, trieb es manchem Retter mittags nicht nur wegen der teils kniffligen Aufgaben den Schweiß auf die Stirn.

|
12.26 Uhr. Der kurze, aber Woche für Woche samstags stets sehr belebte Abschnitt der Karlstraße zwischen Schloss Arkaden und Eugen-Jaekle-Platz ist jetzt Schauplatz einer Szenerie, die schnelles und umsichtiges Handeln erfordert. Ein Kunde wird mitten in der Hauptstelle der Volksbank überfallen, Pfefferspray kommt zum Einsatz, es fließt (Kunst)Blut. Der hauseigene Sicherheitsdienst hat zwar den Täter bereits gestellt und hält diesen fest, bis die Polizei eintrifft.  

Doch im Inneren des Gebäudes ist die Lage zunächst etwas unübersichtlich, mehrere Verletzte mit Platzwunden müssen versorgt werden – medizinisch und seelisch.
Doch das fünfköpfige Team der Wasserwacht Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) meistert die Aufgabe mit Bravour – entsprechend gibt es Lob und Anerkennung von der Stationsleitung und von den zahlreichen Prominenten aus Reihen des Bundes- und Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, die den Bundesentscheid der Bereitschaften an mehreren Stationen  begleiten.

18 Teams des DRK traten am Samstag zum 55. Wettbewerb um Deutschlands beste Lebensretter an. Das Rennen machte am Ende das Rotkreuz-Team aus Wangen, das bereits im Juli den baden-württembergischen Landesentscheid  in Rottweil für sich entschieden hatte. Mit dem Sieg beim Bundesentscheid dürfen die Wangener nun bei der Rotkreuz-Europameisterschaft in Erster Hilfe im kommenden Jahr in Rumänien teilnehmen. Außerdem errang die Gruppe den Sonderpreis für „Patientenorientierung“.

Die weiteren 14 Stationen, an denen die Helfer aus verschiedenen Situationen heraus erste Hilfe leisten mussten, verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet: vom Schloss über den Spielplatz Eichert, den Vorplatz der Voith-Arena, den Rathausplatz und bis hin in die Schloss Arkaden. Natürlich floss an keiner der Stationen echtes Blut, auch die Verletzungen und bleichen Gesichter waren nur Attrappe. Doch die rund 80 Freiwilligen, die alle Szenen so realistisch wie möglich darzustellen versuchten, machten ihre Sache mehr als gut.

Auch Andreas Stoch hatte sich am Mittag ein Bild vom Wettbewerb gemacht. Der Minister für Kultus, Jugend und Sport wohnte auf dem Eugen-Jaekle-Platz einigen Aktivitäten der Juniorhelfer des DRK bei und ließ sich unter anderem von einer kleinen Jugendrotkreuzlerin den „verletzten Finger“ verbinden.

Ganz im Zeichen der ersten Hilfe stand Heidenheim bereits seit Freitagabend. Bei einer Abendveranstaltung in der Karl-Rau-Halle konnten Albert Tränkle, seines Zeichens Präsident des hiesigen Kreisverbands, DRK-Vizepräsident Dr. Volkmar Schön und der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz, die rund 450 DRKler aus ganz Deutschland in Heidenheim willkommen heißen.

Am Samstagabend wurde dann das siegreiche Team aus Wangen geehrt. Und auch Kultusminister Andreas Stoch vergaß nicht, allen voran dem hiesigen Kreisverband für die Austragung eines tollen Wettbewerbs zu danken – und den tagtäglichen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer zu honorieren. Insgesamt sind für das DRK deutschlandweit rund 170 000 Ehrenamtliche in 8000 Gruppen aktiv und leisten pro Jahr etwa acht Millionen Einsatzstunden.
Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Hacken ist kein Hexenwerk: was soll man tun, um sich zu schützen?

Der IT-Sicherheitsberater Murat Korkmaz zeigte auf, wie angreifbar man über die technischen Geräte unserer Zeit ist – und was man tun sollte, um sich zu schützen. weiter lesen

230F9