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22-Meter-Höhle im Waldfriedhof entdeckt

„Ich hab' ja schon so manches erlebt – aber so etwas noch nie“: Der Heidenheimer Andreas Kücha ist ein erfahrener Höhlenforscher; jetzt hat er auf dem Waldfriedhof eine direkt neben einem Grab beginnende Höhle erkundet.

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Direkt neben einem Grab auf dem Waldfriedhof ist der Einstieg in die frisch entdeckte „Leohöhle“. Höhlenforscher haben bei der Ersterkundung eine Gesamtlänge von immerhin 22 Meter und eine Tiefe von 17 Metern feststellen können. Neben dem Schacht Bernd Häck mit Frau und namensgebendem Sohn Leo; in den Schacht steigt gerade Dr. Jürgen Bohnert.  Foto: 

Andreas Kücha ist in Fachkreisen weltweit bekannt durch seine unglaublichen Entdeckungen im Höhlensystem hinter dem Blautopf. Auch viele weitere Höhlen hat er, häufig auch tauchend, schon erkundet und erforscht.

Jetzt wurde er gerufen von der Verwaltung des Waldfriedhofs: „Ich find's ja schon mal super, dass man bei der Entdeckung des Loches nicht gleich dicht gemacht, sondern an uns gedacht hat“, meint Kücha. „Man hätte das ja auch einfach wieder zuschütten können“.

Der Friedhofsmitarbeiter Bernd Häck hat sich erinnert, dass es in Heidenheim eine Gruppe aktiver Höhlenforscher gibt und sich an diese gewandt. Bernd Häck war auch bei der kürzlich erfolgten Erstbegegnung dabei, zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Leo. Und weil er an dessen Geburtstag die Höhle entdeckt hat, schlug er vor, sie auch nach diesem zu benennen. Und so sprechen Kücha und die mit ihm die neue Höhle explorierenden Denise Schönenberg und Dr. Jürgen Bohnert auch von der „Leohöhle“.

Den Eingang perfekt gesichert

Häck hatte den Höhleneingang „perfekt gesichert“; auf dem Eingang liegen drei Schachtringe und obenauf schließt ein Gullideckel den Einstieg unfallsicher ab. Beim Erstbegang, der durch lange Engstellen ging, die nur von geübten Höhlenforschern bewältigt werden können, wurde eine beträchtliche Größe festgestellt: Kücha spricht von einer „Gesamtlänge“ von 22 Meter; vorgedrungen ist man bis in 17 Meter Tiefe. Kücha stieg als erster ein; er hatte eine Bohrmaschine dabei, mit der er Löcher bohrte, an denen er später eine Drahtseilleiter befestigte.

Es gibt auch einen Parallelschacht, in dem man sich aufhalten kann, während ein weiterer Höhlenerkunder absteigt. Hier gibt es einen kleinen Durchschlupf nach unten, wo es dann noch ein Stück weiter geht.

Die Spalte, die nach unten führt, ist bewettert; eine Geruchsprobe mittels Nagellack, der leicht zu riechen ist, verlief positiv.

Andreas Küchas Fazit nach der Erstbefahrung: „In Summe ist es wirklich eine tolle Schachthöhle mit Bewetterung. Die Leohöhle hat das Potenzial zum Weitergraben“.

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