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1,75 Millionen für Aussegnungshallle am Waldfriedhof

Bereits seit Jahren wird darüber diskutiert, die wenig ansehnliche und technisch veraltete Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof zu sanieren. In diesem Herbst soll die rund 1,75 Millionen Euro teure Sanierung tatsächlich angegangen werden.

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Die Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof wird über mehrere Monate hinweg für 1,75 Millionen Euro grundlegend saniert.  Foto: 

Gebaut wurde die Aussegnungshalle, in der jahraus jahrein hunderte Trauerfeiern stattfinden, im Jahr 1957. Seitdem wurde an dem Bauwerk so gut wie nichts saniert. Doch nun sind dringend Erneuerungsarbeiten notwendig, erklärte der Leiter des städtischen Geschäftsbereichs Hochbau, Stefan Bubeck, den Mitgliedern des Technik und Umweltausschuss.

Doch mit einem neuen Anstrich ist es keinesfalls getan. Denn die Haustechnik ist veraltet, die Fenster genügen nicht den heutigen Ansprüchen, die Statik des Daches entspricht nicht den aktuellen Anforderungen, und die Raumakustik ist alles andere als befriedigend. Hinzu kommt, dass auch die Atmosphäre in der Aussegnungshalle nicht gerade befriedigend ist. Aus diesem Grunde will die Stadtverwaltung das Gebäude nun generalsanieren, denn eigentlich passt es sich architektonisch gesehen gut in die Umgebung des Waldfriedhofs ein.

Im Rahmen dieser Sanierung, die im Herbst beginnt, und die sich bis Juni 2015 hinziehen wird, soll das Dach des Chorraumes geöffnet und hier ein gestalteter Innenhof eingerichtet werden. Darüber hinaus wird das Dach nebst Konstruktion erneuert, es sollen neue Fenster eingebaut und alle Gebäudeteile neu gedämmt werden.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Erneuerung der Haustechnik von der Heizung über die Beleuchtung bis zur Kühlung der Leichenzellen. Außerdem soll in vorderen Bereich der Aussegnungshalle ein zusätzlicher Ausgang geschaffen werden. Zudem ist vorgesehen, den Außenbereich neu zu gestalten.

Alles in allem sind die Kosten für die Sanierung der Aussegnungshalle einschließlich des Seitentrakts mit 1,75 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen etwa 165 000 für das Vordach und den Außenbereich. Rein äußerlich wird sich durch die Runderneuerung relativ wenig an der Aussegnungshalle ändern. Während der mehrmonatigen Sanierungsarbeiten werden die Trauerfeiern in verschiedenen Kirchen, auf dem Totenbergfriedhof, dem Schnaitheimer Friedhof oder im ökumenischen Gemeindezentrum Mittelrain abgehalten Man habe auch andere Möglichkeiten geprüft, doch die seinen nicht realisierbar.

Alles in allem stieß die Planung für Sanierung und Neugestaltung der Halle bei den Ausschussmitgliedern auf Wohlgefallen. Auf die Anregung Sabine Skwaras (CDU) hin, was mit der Orgel geschehen soll, verständigte sich das Gremium darauf, diese einmalig zu sanieren, unter der Bedingung, dass die Kirchengemeinden für die jährliche Instandhaltung sorgen.

Emotional wurde die Debatte auf die Frage des DKP-Stadtrats Reinhard Püschel hin, ob ein Kreuz in der Aussegnungshalle hängen müsse. OB Bernhard Ilg erklärte ebenso wie mehrere Stadträte, dieses für nötig zu halten: „Zur Not kann es ja verhängt werden.“ Bislang sei jedoch kein Fall bekannt geworden, in dem Angehörige anderer Religionen in der Aussegnungshalle Trauerfeiern abhalten wollten.

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