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189 Männer verweigern Teilnahme an DNA-Massentest

Noch ist offen, ob das im Fall Bögerl zum Einsatz gebrachte Ermittlungs-Instrument einer Gen-Reihenuntersuchung greift - oder ob sich am Ende auch diese Großoffensive im Spurlosen verliert. Dass es bis zum Schluss spannend bleibt, hat auch mit einer großen Gruppe von DNA-Verweigerern zu tun.

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Nach Aussagen der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft Ellwangen geht der im Februar gestartete Gen-Massentest nunmehr in den Endspurt. Von den zur Zielgruppe gehörenden 3327 Männern aus der Gesamtgemeinde Neresheim haben bis heute 2815 dem Wunsch der Soko „Flagge“ entsprochen und freiwillig eine Speichelprobe abgegeben. 2415 dieser DNA-Spuren resultieren aus den direkten Reihenuntersuchungen, die – wie berichtet – zwischen Februar und März in verschiedenen Phasen und an unterschiedlichen Orten angeboten worden waren. 356 Neresheimer hatten schon vor dieser andauernden Großaktion von sich aus Speichelproben abgegeben, um das Ausschlussverfahren voranzubringen. Und von 43 weiteren Personen lag der Polizei bereits DNA-Material aus früheren Ermittlungsverfahren vor.


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Von den insgesamt 2814 vorliegenden Spuren sind derzeit 1799 untersucht. Ein Treffer ist nicht dabei, so die nicht weiter überraschende Mitteilung des Leitenden Oberstaatsanwalts Andreas Freyberger, der im Rahmen der gestrigen Jahres-Pressekonferenz der Ermittlungsbehörde mitteilte, dass die restlichen in Röhrchen gesicherten Spuren in der kommenden Woche zur Auswertung gehen. Das wird beim Landeskriminalamt Stuttgart erledigt und seine Zeit dauern – so viel, dass nach Kenntnis unserer Zeitung die in anderen Kriminalverfahren anstehenden Spurenauswertungen und Gutachten im Moment hintan stehen müssen.

Unterm aktuellen Strich fehlen den Ermittlern noch 513 Speichelproben. Davon entfallen 182 auf Männer, die sich derzeit nicht mehr in Neresheim aufhalten und über externe Polizeidienststellen gebeten worden sind, ihre DNA abzugeben – ein rein inländisches, aufs Bundesgebiet beschränktes Ersuchen, das derzeit noch läuft. Auf weitere 142 zum anvisierten Personenkreis zählende Männer wird weiter persönlich zugegangen – eine Art Haustürgeschäft, in dessen Rahmen auch einige Ausländer angesprochen werden, die in der in Rede stehenden Zeitspanne auf Neresheimer Baustellen tätig waren und sich jetzt in ihrer Heimat aufhalten.

Derzeit verbleibt eine Gruppe von 189 Verweigerern, die auch nach einer persönlichen Ansprache bei ihrem Nein geblieben sind. „Was ihr gutes Recht ist,“ wie der Leiter der Ellwanger Staatsanwaltschaft gestern betonte, ohne den Betroffenen allerdings Hoffnung machen zu können, damit ganz aus der Nummer heraus zu sein. Zusammen mit Presse-Staatsanwalt Armin Burger kündigte der Behördenchef an, dass man sich diese Gruppe nach Vorliegen aller ausgewerteten DNA-Spuren „nochmal ganz genau ansehen“ werde – um herauszufinden, ob sich darunter Personen befinden, über die es Erkenntnisse gibt, die man aus anderen Ermittlungsansätzen heraus gewonnen hat und die im Zusammenhang mit der DNA-Verweigerung einen Verdacht begründen können. Um solche Indizien zu verifizieren, wird viel Aktenstudium nötig sein, doch müssen die in besonderen Augenschein genommenen Bürger keinesfalls damit rechnen, etwa observiert zu werden.

„Wir üben auf die Leute keinerlei Druck aus,“ so das Credo von Andreas Freyberger, der freilich nicht verhindern kann, dass sich der eine oder andere durchleuchtete Neresheimer selber unter Druck gesetzt fühlt. In jedem Einzelfall muss ein konkreter Anfangsverdacht begründet und im Anschluss ein richterlicher Beschluss herbeigeführt werden, will man einen Verweigerer zur DNA-Abgabe zwingen – wogegen der Betroffene auch noch Rechtsbehelf in Form einer Beschwerde einlegen kann, wenngleich die Erfahrung lehrt, dass dies den Vollzug der angeordneten Probenentnahme kaum zu verhindern vermag. Lässt sich aus der Verweigerer-Gruppe am Ende kein Verdacht ableiten und ergibt sich auch bei den weiteren Körperzellen-Auswertungen kein Treffer, ist Ende der Fahnenstange. Dann stünde man nach Einschätzung Freybergers an einem Punkt, „wo wir sagen müssen, die Reihenuntersuchung hat nichts gebracht“. Eine Möglichkeit, mit der man aber bei einem solchen Verfahren immer rechnen müsse: „Das ist einer DNA-Reihenuntersuchung immanent.“

Bis dahin ist – so oder so – noch ein längerer Weg zurückzulegen. Die Soko „Flagge“ agiert nach Angaben der Staatsanwalt unverändert mit 19 Beamten und arbeitet nach wie vor auf Hochtouren. Das noch zu erledigende Geschäft sei vielschichtig und aufwändig, gebe es doch noch andere offene Spuren, die parallel zum DNA-Verfahren abgearbeitet werden müssten.

Mehr zum Fall Bögerl - darunter alle Artikel und weitere Bilder - gibt es hier. 
 

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Kommentare

10.06.2014 20:17 Uhr

Zum Abstellen des Opfer-/Täter - Kfz' s im Innenhof vom Kloster Neresheim - und die "Marge"

..so zum vorherigen Artikel - der Abstellplatz - war lt. Foto links markiert - sagen wir mal: präpariert.
.. Sie werden sich über vielleicht Ansätze von angebl. ausländischen ( doch eher Deutsche ), von
denen ich persönlich weiß, dass die Leute die Umgebung und Besonderheiten ganz gut kannten,
warum auch nicht !
.. d.h. auch, dass ehemals Zugezogene - Deutsch - Russen einwandfrei deutsch verstehen, weil
oft über Jahrzehnte die angestammte Sprache zumindest zuhause gepflegt wurde. Sie werden sich
auch darüber wundern müssen - über Besonderheiten der härtsfeld'schen Dialektik ( ich kann dafür
Beispiele vorlegen ) Verwandschaften nicht nur im Südwestdeutschen Sprachraum bei bestimmten
a/o - Formen vgl. mit dem Schwäbischen Ries ( mittelfr. ) vorfinden.
Ich habe mir seinerzeit die Translation doch mal vorgenommen und bin auf erstaunliche Ergebnisse
gekommen. Was ein Ausländer eben so mitbekommt, sind Begriffe auch des Dortigen,
die Dieser sehr wohl verwenden kann - Kleinigkeiten, die auch auslegbar sind !
.. so gesehen sieht sich die Sache - auch wenn sie noch läuft - immer noch.
Trotz aller Skepsis !
An die Wand gefahren - so nicht !
Haben Sie bitte dafür Verständnis !
Das war von mir nicht bös' gemeint !

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09.06.2014 18:59 Uhr

von strittigen Ausländern war m.E. so nicht die Rede .. allenfalls

von Personen, die sich zu Zeitpunkten ( d.h. von Fall zu Fall ) in der Nähe befanden -
den "Härtsfelder Dialekt" gibt es allerdings nach der heimischen Sprachforschung !
Es ist und bleibt die Frage, ob ein Herr Bögerl das als Ausrede benutzte.
Wenn Sie H. veritas es so genau wissen, warum sehen Sie sich nicht als erster
Zeuge ? Die Anhaltspunkte insgesamt lassen aufgrund der prekären Lage wenig
Raum - leider !
Die Massen-Gen-Untersuchungen sind bis dato negativ - damit hat man wahrscheinlich
noch längst nicht Alle "am Knoten" erwischt - man schiebt bewusst Argumente beiseite,
um dem noch laufenden Abgleichungsverfahren mit der lapidaren Antwort "es kommt
ja eh' nichts dabei heraus" aber noch nicht ein "Aus" anzuzeigen.
Wie Sie wissen, war die Polizei davor wie danach Spurenlagen nachgegangen.
Es ist aber ( so Bd. 20, Deutsche Kriminologie ) sämtlichen ( Intimi ) - ziden auch so
nicht beizukommen. Selbst die Kinder sagen gegenüber bekannten Foren /
Zeitschriften nach 3 Jahren Dinge aus, die in den 6-7 stündigen Verhören unter-
blieben sind - so die Vorgänge um den 06. Mai 2010 ( Urlaub der Bögerls )
und Hausbesuch des Sohnes mit "Schwager", die Sache mit der Garage und dem
Zusatz-schlüssel - dort abgehängt. Wer hat außerdem zu diesem Zeitpunkt aus
nächster Nähe die Garage betreten können ? .. Nun ja, entschuldigen Sie,
"labbern" ist bekanntermaßen ja nichts Neues.
Nur: Zwischen "Tatort wie Fundort" soll es gewesen sein, daran arbeitet die SOKO in
Göppingen immer noch. Man nehme das zur Kenntnis !
Das BVG hat zum Verstoß gg. das P-Recht durch die PD ( Telefon-Überwachung, Telefonie )
m.W. auch noch nicht entschieden !

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13.05.2014 22:30 Uhr

Ausländer auch zur DNA-Probe??

Wurde nicht immer behauptet, dass der Anrufer/Täter "Härtsfelder Dialekt" (so etwas gibt es übrigens gar nicht) gesprochen hat?
Und dennoch sollen jetzt auch Ausländer, die sich zum Tatzeitpunkt auf "Neresheimer Baustellen aufgehalten haben", auch untersucht werden? Also Ausländer mit "Härtsfelder Dialekt"??
Vielleicht noch ein ganz besonders dummer Ausländer mit einheimischem Dialekt, der das Opferfahrzeug ganz bewußt im Kloster Neresheim abgestellt hat um sich verdächtig zu machen...

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25.04.2014 20:57 Uhr

Meine mail von heute bezieht sich auf..

statt Schmitt, Friesen, Paul, Autoteam Friesen, Hofwiese 3, Beerfelden
Herr Friesen ist der Hausbesitzer.
Der Bruder von Herrn Friesen ist demnach der Pilot !!
Entschuldigung, die Nachfrage ergab die bessere Auskunft.
Es ist so, dass die Leutchen nicht immer zu Hause sind !!

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13.04.2014 04:36 Uhr

Ein Ende der jetzigen Fahnenstange beweist ..

einmal mehr, dass die anfangs weniger strittigen Einlässe wie Spuren-
verwischer den eigentlichen Kollaps mit zu verantworten haben.
Leider !

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