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16 Schwertransporter liefern Bauteile für die Voith-Arena

Zwei Konvois mit 16 Schwertransportern liefern seit Montagnacht die Module für die Erweiterung des Sparkassen-Business-Clubs der Voith-Arena. Die Innenstadt wird dabei zum echten Nadelöhr.

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Zweispurige Millimeterarbeit: Auf der Nördlinger Straße fuhren die zehn Schwerlaster in Richtung „Ohr“, wo erst ein großes Verkehrsschild demontiert werden musste, bevor es auf den Schlossberg ging.  Foto: 

Fußball in Heidenheim hat Gewicht und bringt auch außerhalb des Spielfelds einiges ins Rollen. Zum Beispiel tonnenschwere und ausladende Raummodule für den Ausbau der Voith-Arena, die Dienstag früh auf dem Schlossberg angeliefert wurden: nach nur kurzem, aber durchaus beschwerlichem Weg.

Die Reise der Riesendinger hatte am Montagabend in Neresheim und damit am Sitz des Herstellers der Stahlfachwerk-Teile begonnen. Der 240-Mann-Betrieb heißt ADK Modulraum GmbH und ist auch und gerade in Heidenheim kein Unbekannter, seit er die mehr als 70 Gebäudeteile in die Kurze Straße geliefert hat, aus denen Anfang dieses Jahres binnen weniger Tage – auch damals wie aus einem Baukasten heraus – das neue Ärztezentrum entstanden ist.

Das global operierende Unternehmen nimmt ausweislich einer langen Referenzliste allenthalben weite Wege auf sich, hat auch schon Fertigbauteile für die deutsche Botschaft in Kabul geliefert, die beschuss-und granatensicher sein mussten und deren Transport am Ende auch durch Taliban-Gebiete geführt hat. So gesehen war der von Neresheim über Steinweiler und Nattheim nach Heidenheim führende Trip vergleichsweise gefahrlos – doch weil Schwer- und Großraumtransporte dieser Art nie ungefährlich sind, haben Sicherheitsbestimmungen selbst in als befriedet geltenden Gebieten immer Vorfahrt, auch wenn hier „nur“ die Verkehrssicherheit im Vordergrund steht.

Im Durchschnitt wiegt ein Teil um die 40 Tonnen, von denen man in Heidenheim für die Erweiterung des Sparkassen-Business-Clubs gleich 16 Exemplare braucht. Zehn davon waren auf einen Streich auf den Weg gebracht worden und kamen in den frühen Morgenstunden des gestrigen Dienstags an, an dem nur Stunden später mit Hilfe eines 500-Tonnen-Mobilkrans mit der Montage dieser Bauklötze begonnen worden ist. Die restlichen sechs Module dürften planmäßig heute Nacht ihr Ziel erreicht haben.

Der erste Konvoi hatte Glück. Bodenfrost und Schneefall blieben aus, so dass die an der Strecke vorsorglich parat stehenden Streufahrzeuge nicht in Aktion treten mussten. So kamen die zehn Spezialfahrzeuge mit ihrer sechs Meter breiten und bis zu 23 Meter langen Fracht gut voran, und seitens der mit dem Transport beauftragten Spedition Bender aus Friedrichshafen sprach man denn anderntags auch von einem insgesamt reibungslosen Ablauf des Transports, für den – wie üblich – diverse Fahrbahnteiler remontiert und immer wieder Kabel angehoben werden mussten.

Nur in Heidenheim selbst, zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und dem „Ohr“ auf der B 19, wurde der sich langsam durch die Nacht schlängelnde Lindwurm kurz ins Stocken, ausgebremst von einem großflächigen Verkehrsschild, das ihm trotz der akribisch vorgeplanten Routenführung plötzlich in die Quere kam. Von etwa 23 Uhr bis Mitternacht musste die Bundesstraße deshalb für den restlichen Verkehr gesperrt werden. Schließlich wurde das wegweisende Hindernis mit einem Kran entfernt, um dann doch noch den Weg in Richtung Katzental freizumachen.

Dort stockte es nur noch zweimal kurz: zunächst, als es beim Abbiegen recht eng wurde, und dann, als ein Transporter auf der steilen Bergstrecke anhalten musste und leichte Probleme beim Anfahren hatte. Dann aber ging's endgültig aufwärts. Und die Bauklötze erreichten die Spielwiese.

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