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13 Jahre in Europa der Kunst auf der Spur

„Nach 13 Jahren ist Schluss“, sagt Brigitte Deppert, die für den Förderkreis Kunstmuseum Heidenheim Reisen organisiert hat, die in die geschichtsträchtigsten Städte Europas führten. Auf große Fahrt will sie allerdings weitergehen. So ganz privat: „Einfach nur noch in den Bus setzen und genießen.“

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Kann das Reisen nicht lassen: Brigitte Deppert.  Foto: 

Das klingt so, als ob hinter der ehrenamtlichen Tätigkeit als Organisatorin viel Arbeit gesteckt hätte. „Das klingt nicht nur so. Das war es auch“, sagt die in Dischingen lebende Berlinerin, die 1971 der Liebe wegen ins Schwabenland zog.

Mit Kulturarbeit kam Brigitte Deppert als Sekretärin im entsprechenden Amt des Heidenheimer Rathauses schnell in Berührung, wechselte später als Assistentin zur Direktion des Kunstmuseums, das 1989 eröffnet wurde, und war nicht zuletzt dadurch gut informiert, was in Deutschland, in Europa und der Welt an aktuellen Ausstellungen lief.

2004 übernahm Deppert den interessanten, allerdings auch mühsamen „Job“, den der Organisation von Kunstfahrten. Seit 2013 werden diese in Kooperation mit dem Kunstverein Heidenheim angeboten, der seine Ausstellungen im „Türmle“ zeigt.

Unter der Leitung der kunstinteressierten Brigitte Deppert („Meine Lehrerin war der Meinung, dass ich Kunst studieren solle“) führten einige Ein-Tages-Reisen in die nähere Umgebung, wie etwa nach Stuttgart, Schweinfurt, München, Baden-Baden und Augsburg, Mehr-Tages-Reisen ins Elsass, an die Côte d'Azur, nach Basel und Berlin. Per Flugzeug ging es nach Madrid, Barcelona und St. Petersburg, eine Stadt, an die sich die Organisatorin besonders gerne erinnert: „Für mich eine der schönsten Städte der Welt.“

Wer nun glaubt, es hätten ausschließlich Museums- oder Ausstellungsbesuche auf dem Programm gestanden, der irrt. Stadtführungen gehörten dazu, eine Flamenco-Show, Musicals, Fleetfahrten, Konzerte und Ballettabende. Deppert: „Ein Jahr vor dem Start begannen die Vorbereitungen. Es steckt eben viel Kleinarbeit in einem Programm.“ Fünf geplante und bereits organisierte Reisen fielen mangels zu geringer Teilnehmerzahl aus.

26 Reisen waren es in den letzten dreizehn Jahren aber am Ende doch, bei denen die Organisatorin häufig auf „Wiederholungstäter“ traf und heute noch froh ist, „dass ich bei den angesetzten Terminen nie krank war.“

Auf den Magen geschlagen oder an die Nieren gegangen ist ihr dennoch die ein oder andere Panne, etwa, als der Flug von St. Petersburg nach München kurzfristig nach Frankfurt umgeleitet werden musste oder Teilnehmer wie vom Erdboden verschluckt schienen. Schweißtreibende Situationen, über die sich Brigitte Deppert erst heute amüsieren kann. „Damals war's ein Horrorszenario.“

Hat sie in den letzten dreizehn Jahren für ihr Ehrenamt als Reisebegleiterin fleißig Geschichtsdaten auswendig gelernt, sind es jetzt andere Hobbys, die fesseln, wenn die auch weiterhin mit Kunst zu tun haben. „Ich interessiere mich für die Chroniken der großen Dynastien, die der Romanows, der Habsburger, der Hohenzollern beispielsweise.“

Fotobücher fertige sie an. „Von den Orten und Städten, die ich gesehen habe und die ich unbedingt noch sehen muss“, denn das Reisen wird Brigitte Deppert, die den Maler Otto Dix „überhaupt nicht mag“, dafür umso mehr den Komponisten Ravel, ganz gewiss nicht lassen.

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