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Zwei Hausmeister sorgen für Ordnung an der Erlebniswelt

Die Touristen kommen und gehen. Und sie sollen eine freundliche, gepflegte und ordentliche Höhlenerlebniswelt in Erinnerung behalten. Darum kümmern sich die Hausmeister Peter Hess und Alexander Gurov. Kein einfacher Job.

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Auch eine Höhlenwelt will gepflegt sein: Die Hausmeister Alexander Gurov (rechts) und Peter Hess befreien das Gewässer der Hürbe von Schlamm.  Foto: 

Das Betätigungsfeld für die beiden Männer ist groß: rund 12 000 Quadratmeter ist das Gelände unterhalb der Charlottenhöhle groß. Und vor allem in den Sommermonaten herrscht erheblicher Trubel: Tagestouristen zumeist, die die Höhle oder das Erlebnismuseum besichtigen, die sich am Höhlenhaus aufhalten, am Grill ihre Würstchen auspacken, die mit ihren Kindern auf der Wippe schaukeln, die Rutsche hinabsausen oder kreischend in die Hürbe hüpfen.

All dies gilt es in Schuss zu halten, und damit die Pflege des Geländes nicht mit den Besuchern kollidiert, fangen Peter Hess und Alexander Gurov, die beiden Hausmeister, schon morgens um 7 Uhr an. „Kein Mensch mag, es wenn er beim Kaffeetrinken nachmittags vom Rasenmäher gestört wird“, sagt Peter Hess. Der Hohenmemminger ist seit acht Jahren auf dem Höhlengelände als Hausmeister tätig, sein Kollege Alexander Gurov seit vier Jahren. Gurov ist Russlanddeutscher und spricht nicht wirklich fließend deutsch, aber die beiden verstehen sich im täglichen Arbeitsablauf auch ohne viele Worte.

Sauberkeit im Wasser und zu Lande

Großes Thema, was sicherlich niemand wundert, ist der Müll. „Da müssen wir jeden Tag sammeln“, sagt Peter Hess. Da auf ein gepflegtes Erscheinungsbild der Anlage größten Wert gelegt wird, ist dies unabdingbar, vor allem nach den Wochenenden. Aber auch auf die Sauberkeit rund um die Grillstelle achten die beiden Hausmeister. Wer diese nutzen will, zahlt nach Anmeldung pro Person 50 Cent, dafür sorgen Peter Hess und Alexander Gurov für deren Sauberkeit. Sie ist durchaus gefragt, gewährt sie doch auch einen schönen Blick durchs Tal auf Hürben.

Mit Rasen, Müll und Grillstelle ist lange noch nicht Schluss beim Aufgabenfeld der beiden Hausmeister: eine Dauerbeschäftigung ist die Einebnung der Maulwurfshügel, die Instandhaltung der Spielgeräte und Möbel, und die Biotoppflege auf den mit allerlei Kräutern bewachsenen künstlich aufgeschütteten Hügeln. Regelmäßig geht's auch ins Wasser: die Hürbe im Bereich der Höhlenerlebniswelt, in der vor allem die Kinder gerne planschen, muss regelmäßig von Schlamm befreit werden. Grund ist das schwache Gefälle und damit verbunden die geringe Fließgeschwindigkeit des Gewässers, was sich als Problem noch stärker stellt, wenn ein Stück weit bachabwärts der Biber die Hürbe aufstaut.

„Mindesten zwei Stunden am Tag sind wir da“, berichtet Peter Hess. Das allerdings nur zur Hauptsaison im Sommer, in den Wintermonaten ist es deutlich ruhiger. „Schnee geschippt muss dann natürlich auch werden. Wir kommen dann bei Bedarf.“

Der Höhlenverein: ein fast schon mittelgroßes Unternehmen

Bei Bedarf, etwa wenn schwereres Arbeitsgerät benötigt wird, fehlt es auch nicht an Unterstützung durch die Stadt: „Der Bauhof hilft dann aus“, berichtet der Hausmeister.

Der Rentner Peter Hess ist als geringfügig Beschäftigter seit acht Jahren in der Höhlenwelt tätig, sein Kollege und Partner Alexander Gurov seit vier Jahren. Damit fügen sie sich für den Hürbener Höhlenverein in ein fast schon mittelgroßes Unternehmen ein. Dort nämlich sind mittlerweile um die 70 Personen angestellt, darunter rund 30 in der Höhle und etwa 25 im Bereich der Gastronomie.

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