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Will Bundeskanzlerin Steiff-Werk in Portugal retten?

Was wird aus der Produktion von Plüschtieren der Firma Steiff in Portugal? Meldungen, nachdem das dortige Werk geschlossen werden soll, wurden von der Unternehmensführung am Montag nicht bestätigt. Unterdessen läuft die geplante Umstrukturierung am heimischen Standort offenbar wie geplant.

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Werden Steiff-Tiere auch künftig noch in Portugal produziert? Zumindest vor Ort in Oleiros befürchtet man die Schließung des Standortes.  Foto: 

Bundeskanzlerin Merkel soll Plüschtiere retten: Im Vorfeld des gestern erfolgten Besuches der Kanzlerin in Portugal forderte der Bürgermeister des Ortes Oleiros, José Marques in einem Brief den Einsatz der Kanzlerin für den Produktionsstandort von Steiff in seinem Ort auf. Das Werk mit etwa 100 Beschäftigten, in dem jährlich etwa 100 000 Steiff-Tiere produziert werden, sei von der Schließung und der Verlagerung nach Tunesien bedroht.

Wie von der Nachrichtenagentur dpa vermeldet wurde, gebe es laut Angaben des Fabrikdirektors Narcise Guimaraes inoffizielle Pläne zur Schließung des portugiesischen Standortes des Teddyherstellers.

„Da wurden in den vergangenen Tagen Dinge lanciert, die so nicht stimmen“, sagte gestern Martin Hampe, Geschäftsführer der Steiff-Beteiligungsgesellschaft auf Anfrage. Eine Schließung des Werkes in Portugal wurde zwar nicht explizit ausgeschlossen, aber auch nicht bestätigt.„Wir sind derzeit mitten in der Planungsphase und nehmen Analysen vor“, so Hampe, der diesbezüglich von einem„starken Fokus auf das Werk in Portugal“ spricht. Dabei gehe es um Kostenvorteile.„Um diese zu erreichen werden mehrere Optionen untersucht“, so der Geschäftsführer.

Ob es zur Schließung in Portugal kommt, ist also offenbar noch nicht geklärt. Hingegen sei klar, dass der im Sommer eingeschlagene Weg zur Umstrukturierung der Logistikprozesse für den Standort Giengen so umgesetzt werde wie geplant.„Das wird definitiv so geschehen. Wir hatten mit den Arbeitnehmervertretern entsprechende Vereinbarungen geschlossen. da gibt es keineÄnderungen“, so Hampe. Im Juli hatte das Unternehmen Entlassungen von etwa 25 Mitarbeitern und die Gründung einer neuen Gesellschaft in der Steiff-Gesellschaft für 2013 angekündigt.

Den gekündigten Mitarbeitern wurde damals angeboten, in der neuen Sparte weiter beschäftigt zu werden– allerdings, wie die Gewerkschaft damals kritisierte, zu schlechteren Bedingungen wie zuvor. Der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Heidenheim, hatte damals mitgeteilt, dass Steiff beabsichtige, Teile der Produktion für den Sammlermarkt aus Portugal nach Giengen zu verlagern.

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Kommentare

13.11.2012 07:52 Uhr

Netter Artikel

Was hat denn unsere bunte Kanzlerin bisher auf den Weg gebracht?

Schlaft weiter.

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