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Weihnachtskonzert der Musikschule in der voll besetzten Stadtkirche

Ein Dauerbrenner im Kulturprogramm der Stadt: das Weihnachtskonzert der städtischen Musikschule am Abend des zweiten Advent. Auch diesmal wieder in einer voll besetzten Stadtkirche.

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Auf eine ganz so lange Tradition wie die 1851 gegründete Musikschule kann das Weihnachtskonzert zwar nicht zurückblicken, aber „fast 40 Jahre“, wie Ulrich Meier in seinen einleitenden Worten sagte, musiziere man mittlerweile im Advent. Er freute sich darüber, dass trotz des heftigen Schneetreibens zu diesem Schlusspunkt des Adventsmarktes wieder eine volle Stadtkirche zu begrüßen war.

Der Weg durch die Winternacht hatte sich für die Besucher gelohnt: zehn Gruppen aus der Musikschule hatten einen überaus unterhaltsames Programm vorbereitet, das von weihnachtlich-festlich bis fröhlich-beschwingt reichte. Mit dem Konzert wollten sich, wie Ulrich Meier weiter sagte, Lehrer und Schüler für die Unterstützung der Musikschule durch Gemeinderat und Stadtverwaltung ebenso bedanken wie bei den Eltern für das Anvertrauen der Kinder, damit „eine gedeihliche musikalische Ausbildung“ möglich werde.

Dass gleich zehn Ensembles weihnachtliche Musik zu Gehör brachten, bezeichnete Meier als „gutes, tolles Zeichen“, und er versprach trotz der Vielzahl der Gruppen ein zeitlich dann doch überschaubares Konzert.

Genau dies wurde es, und ein überaus kurzweiliges dazu. Dafür sorgte schon mal das klug zusammengestellte, von temperamentvoll bis besinnlich reichende Programm, in dem sich wohlvertraute Melodien wie auch seltener Gehörtes wiederfanden. Dass in den anderthalb Stunden in der Stadtkirche keine Sekunde Langeweile aufkam, lag zum anderen an der vielseitigen Instrumentierung in den Gruppen, so dass neben Bläsern und Streichern auch Akkordeons, Schlagzeug und Pauke sowie Blockflöten zu Gehör kamen. Oder sogar gar kein Instrument – wie beim a-capella-Vortrag der Gesangsklasse. Und natürlich lag das Vergnügen am Konzert in erster Linie am Niveau der Darbietungen: auch wenn vor allem bei den jüngsten Musizierenden vielleicht nicht jedes Tönchen in höchster Vollendung erklang, waren die Vorträge der fortgeschrittenen Ensembles beeindruckend und blitzsauber gespielt, etwa beim musikalischen Schwergewicht des Abends, dem vom Kammerorchester vorgetragenen Konzert „Fatto per la notte die natale“ von Arcangelo Corelli.

Blitzsauber auch das zum Abschluss gemeinsam gesungene und instrumental vom Jugendblasorchester getragene Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“, wonach die Zuhörer ins nach wie vor heftige Schneegestöber entlassen wurden. Das Wetter dürfte den meisten allerdings egal gewesen sein: Beste festliche Unterhaltung an einem zweiten Advent – was will man mehr.

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