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Verkaufsoffener Feiertag: Shopping-Laune trotz herbstlicher Kühle

Der verkaufsoffene Feiertag am Tag der Deutschen Einheit bot manches Schnäppchen und ein breit gefächertes Rahmenprogramm.

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Es hätte schlimmer kommen können: Nachdem sich der September in Sachen warme Tage nochmal als Sommermonat entpuppt hatte, blickte man am gestrigen Tag der Deutschen Einheit immer wieder bangen Blickes in Richtung Himmel, ob sich nicht doch noch die Schleusen öffnen würden und der traditionelle verkaufsoffene Feiertag am 3. Oktober heuer sogar ins Wasser fallen würde.

Taten sie aber nicht und so konnten die Giengener Einzelhändler auch heuer wieder ein positive Bilanz ziehen, was den zusätzliche Öffnungstag im Jahr anbelangt.

Das Wetter? Gut genug.

„Es reicht, wenn es trocken bleibt. Dann kommen die Leute auch zum Bummeln und Shoppen“, sagt Thomas Nock, Vorsitzender des Giengener Gewerbe- und Handelsvereins (GHV). Der verkaufsoffene Feiertag wird jedes Jahr aufs Neue von der Fachgruppe Marketing innerhalb des GHV auf die Beine gestellt. „Sie haben sich wieder mal echt reingekniet in die Sache.“

Und Nock fand für seine Mitstreiter auch deshalb lobende Worte, weil von Jahr zu Jahr das Programm vielseitiger, die Gründe für die Besucher, in der Marktstraße oder im Ried zu verweilen, immer unzähliger würden. „Früher war es so, dass man die Türe aufgemacht gemacht hat und fertig. Das geht heute nicht mehr.“ Viele Fachgeschäfte hätten schon im Rahmen der Schwäbischen Woche, die mit dem Feiertagsverkauf gestern endete, Angebote aufgeboten.

Heuer gab es zum Beispiel verschiedene Aktionen in der Marktstraße, wo sich Kinder zum Beispiel am Bungee-Trampolin oder in der Hüpfburg vergnügen konnten oder sich gemeinsam von der Bimmelbahn raus zum Ried-Center kutschieren lassen konnten.

Entsprechend wird es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben – dann vermutlich noch eine Nummer größer: 2017 wird der Gewerbe und Handelsverein stolze 150 Jahre alt, dazu will man ein breit gefächertes Programm aufbieten, zu dem mit Sicherheit auch wieder ein Reichsstadtmarkt gehören soll.

Eingebettet in die Schwäbische Woche ist auch immer das Schlachtfest des Musikvereins Stadtkapelle, wo am Sonntag in bewährter Form kaum ein Sitzplatz in der Schranne frei blieb. 450 Portionen Essen hatten die freiwilligen Helfer vorbereitet, schon nach zwei Stunden war beinahe die Hälfte weg. „Alles von regionalen Zulieferern“, betonte Rainer Lorenz, Sprecher des Musikvereins. Dazu gab es 20 verschiedene Sorten Kuchen – natürlich selbstgebacken.

Neuer Leiter für „Bläserkraftwerk“

Erstmals übernahm beim Schlachtfest die Bigband „Bläserkraftwerk“ die musikalische Unterhaltung. Nach dem Ausscheiden von Daniel Salemi (jetzt Bürgermeister in Langenau) war die Band auf der Suche nach einem musikalischen Leiter und wurde in Lukas Jochner aus Ulm fündig (eine ausführlicher Artikel dazu folgt demnächst).

„Ein guter Mann“, ist Rainer Lorenz überzeugt und hofft, dass mit Jochner für das Ensemble eine Lösung gefunden wurde, auf die die Stadtkapelle auch in den kommenden Jahren setzen kann. Zwischen 15 und 18 Mitglieder zählt das „Bläserkraftwerk“, die Bigband wurde 2009 gegründet, um die musikalische Bandbreite der Stadtkapelle zu erweitern.

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