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Schwagehalle: Wirtschaftlich, nachhaltig, teuer

Über 600 000 Euro fließen in die Sporthalle, weil dort die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Mess- und Regelungstechnik erneuert werden müssen.

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Erhält eine neue Kesselanlage mit Blockheizkraftwerk: die Sporthalle in der Schwage.  Foto: 

Noch vor der Weihnachtspause hatte aus Gründen der Zuschussbeantragung die Beschlussfassung durch den Gemeinderat zu erfolgen, durch welche Technik in der Schwagehalle die Heizungs- und Lüftungsanlage ersetzt werden soll. Die von Vereinen und Schulen viel genutzte Halle ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Auffrischung.

Die Heizung, die Lüftung sowie die Mess- und Regeltechnik sind über 30 Jahre alt und äußerst störanfällig geworden. Bereits in der Vorberatung darüber hatte der Leiter des Eigenbetriebs Gebäudemanagement, Franz Becker, berichtet, dass die Beschaffung von Ersatzteilen, insbesondere für die Mess- und Regeltechnik, zunehmend problematisch ist, da die Hersteller die Produktion der in der Giengener Halle eingesetzten Anlagenteile eingestellt haben.

Der Betrieb der Anlagentechnik ist laut Becker mittlerweile nur noch stark eingeschränkt und mit erheblichem Aufwand möglich.

Es muss also gehandelt werden: Im Wirtschaftsplan 2016 wurden 20 000 Euro für vorbereitende Planungsleistungen eingestellt. 2017 soll die Sanierung erfolgen. Die Gesamtkosten hierfür werden sich nach aktuellen Berechnungen auf rund 630 000 Euro belaufen. Eine finanzielle Förderung aus dem Ausgleichsstock oder aus Mitteln der Sportförderung ist denkbar. Es ist vorgesehen, die Wärmeerzeugungsanlage mit derzeit zwei Kesseln und den Heizungsverteiler mit Pumpen komplett zu erneuern. Der Gemeinderat hatte sich jetzt mit der Frage zu befassen, welche Technik eingebaut werden sollte. Der Fachplaner hatte sechs Varianten untersucht, von denen letztlich zwei übrig blieben. Die Arbeiten sollen nicht nur ein wieder tadelloses Funktionieren der Halle sicherstellen, sondern auch einen Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit leisten. Im Sinne der nachhaltigen Stadt will man hinsichtlich eines bestmöglichen Ressourceneinsatzes unterwegs sein. Somit war zu diskutieren, ob als Wärmeerzeugungsanlage eine Kesselanlage mit Blockheizkraftwerk eingebaut werden soll, oder ob man den Weg des Wärme-Contractings mit den Stadtwerken einschlagen wolle, also eine Nahwärmeversorgung von der Heizzentrale in der Walter-Schmid-Halle. Diese Variante wäre interessant, könnten daran weitere Verbraucher angeschlossen werden – dafür allerdings wird auf absehbare Zeit kein Bedarf gesehen.

Die Verwaltung sprach sich für eine Kesselanlage mit BHKW aus, weil damit die Aspekte Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit am besten erfüllt seien. Nicht alle Stadträte waren überzeugt, die Mehrheit aber doch: bei einer Gegenstimme und acht Enthaltungen wurde dieser Variante zugestimmt. Was die bestehenden Lüftungsanlagen angeht, sollen diese demontiert und durch neue Lüftungsgeräte ersetzt werden. Auch die Mess- und Regeltechnik wird demontiert und durch zeitgemäße Regelungen ersetzt. Zusätzlich erfolgen noch Verbesserungen im Sanitärbereich, eine Komplettsanierung hierbei ist allerdings nicht vorgesehen.

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