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Oberbürgermeisterwahl in Giengen: Da waren's immer noch fünf

Von neun Kandidaten haben fünf ihre Kandidatur zurückgezogen. Einer kam dazu. Jetzt legte der Gemeindewahlausschuss Namen und Reihenfolge für den zweiten Wahlgang fest.

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OB-Wahl in Giengen: Wähler müssen nochmals an die Urne.  Foto: 

Die Giengener Bürger müssen nochmal ran. Nachdem beim ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag kein Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl die absolute Mehrheit erreichte, steht am Sonntag, 30. Juli der zweite Wahlgang an, jetzt mit fünf Kandidaten.

Am Mittwoch um 18 Uhr tagte aufs Neue der Gemeindewahlausschuss, um die verbliebenen Kandidaten zu benennen und deren Reihenfolge auf dem neuen Stimmzettel festzulegen.

Wie der Vorsitzende des Ausschusses, Oberbürgermeister Gerrit Elser mitteilte, haben fristgerecht zwischen Montag und gestern, 18 Uhr, die Kandidaten Stefan Briel, Mehmet Toykan, Maxim Fertich, Felix Fetzer und Dominik Reihle ihre Kandidatur zurückgezogen. Ein neuer Kandidat kam hinzu, Sven Stabl.

Stimmzettel mit fünf Namen

Somit finden sich für den zweiten Wahlgang fünf Namen auf dem Stimmzettel, in folgender Reihenfolge:

1. Rainer Steiff (60), Lebensmittelhändler;

2. Henrik Vej-Nielsen (53), Vertriebsleiter;

3. Dieter Henle (42), Sozialdezernent;

4. Rouven Klook (32), Verwaltungswissenschaftler;

5. Sven Stabl (39), Immobilienkaufmann.

Wahlausschussvorsitzender Elser erklärte nochmals, dass für den zweiten Wahlgang am Sonntag, 30. Juli keine absolute Mehrheit mehr notwendig ist, sondern die einfache Mehrheit der Stimmen genügt. Die Wahllokale werden wiederum von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wie beim ersten Wahlgang erfolgt die Bekanntgabe des Ergebnisses im Bürgerhaus Schranne. Es wird zwischen 18 und 19 Uhr erwartet.

Wahlbenachrichtigung gilt wieder

Für den Wähler wiederholt sich die Vorgehensweise am Sonntag in einer Woche wie beim ersten Wahlgang: Er geht mit seiner Wahlbenachrichtigung erneut in sein Wahllokal und macht das Kreuzchen hinter seinem OB-Kandidaten. Wer seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr findet oder sie verlegt oder verloren hat, kann dennoch wählen: er ist im Wählerverzeichnis eingetragen und kann im Wahllokal nach Vorlage seines Personalausweises seine Stimme abgeben. Dies, so Wahlausschussvorsitzender Elser, soll aber die Ausnahme sein.

Auch Briefwahl ist wiederum möglich: entweder der Wähler hat bereits schon für beide Wahlgänge Briefwahl beantragt, dann bekommt er die Unterlagen zugeschickt. Er kann auch jetzt die Wahlbenachrichtigung mit dem Wunsch nach Briefwahl für den zweiten Wahlgang noch ans Rathaus schicken, um die Unterlagen zu erhalten. Unter Vorlage des Personalausweises können sie auch im Rathaus direkt abgeholt werden.

Wer die Briefwahlunterlagen per Post verschickt, sollte dies bis 27. Juli tun, rät das Rathaus. Alternativ können sie am Wahltag bis 18 Uhr in den Briefkasten an der Rathaustür geworfen werden.

Kuriosum um weiteren Kandidaten

Obwohl ein Kandidat aus Berlin zurückgezogen hat, steht sein Name auf dem Stimmzettel.

Das Wahlrecht in Baden-Württemberg für die Wahl eines Oberbürgermeisters sieht vor, dass sich ein Interessent nicht bereits für den ersten Wahlgang bewerben muss, sondern dies innerhalb einer gewissen Frist auch erst für den zweiten Wahlgang tun kann.

Dies ist in Giengen nun geschehen. Wie der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, OB Gerrit Elser gestern Abend berichtete, ist im Rathaus am vergangenen Montag, 17. Juli, eine Bewerbungs fürs OB-Amt eingegangen.

Sie stammte von Sven Stabl, Jahrgang 1978, Immobilienkaufmann aus Berlin. Diese Bewerbung, so Elser, sei nicht vollständig gewesen. Zwei Tage später, also gestern, 19. Juli, sei um 11.10 Uhr die Rücknahme dieser Bewerbung eingegangen, und zwar per Fax.

Abends dann, als mit Bewerbungsschluss um 18 Uhr nochmals der Briefkasten geleert wurde, wurden dort die vollständigen Bewerbungsunterlagen von Sven Stabl vorgefunden, also eine eidesstattliche Versicherung sowie die Bescheinigung der Wählbarkeit.

Damit, so Elser seien die Unterlagen vollständig vorhanden, der Bewerber sei zur Wahl zuzulassen. Sinn und Kopf eines Bewerbers, ob er sich jetzt tatsächlich bewerben wolle oder nicht, könne mehrfach wechseln, so Elser. Es sei ihm mit dem termingerechten Eingang der vollständigen Unterlagen „das Risiko nicht wert“, den Bewerber nicht zuzulassen.

Der Gemeindewahlausschuss sah dies einstimmig genauso. Womit sich Sven Stabl als Nummer fünf unter den Kandidaten auf dem Wahlzettel für den zweiten Wahlgang wiederfindet.

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