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OB-Wahl: Rainer Steiff will seine Lebenserfahrung einbringen

Seit Anfang dieser Woche ist es nun offiziell: Rainer Steiff will seine Lebenserfahrung einbringen, um in Giengen etwas zu bewegen.

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Die Entscheidung, sich um das höchste Amt der Stadt zu bewerben, fiel bei Rainer Steiff an dem Tag, als Amtsinhaber Gerrit Elser verkündete, bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten zu wollen – und damit am 22. Januar, als in der Schranne der städtische Neujahrsempfang anstand.

Mit seinem Ansinnen, Stadtoberhaupt zu werden, hielt er auch nicht hinterm Berg. Steiff als Oberbürgermeister – das war nicht nur auf dem Wochenmarkt Thema. Seit Anfang dieser Woche ist es nun offiziell: Im Rathaus gab der Giengener seine Bewerbung ab und wird auf der Liste auf Platz sechs geführt.

„An Giengen hängt mein Herzblut“, sagt Steiff, der 1956 in Giengen zur Welt kam und auch heute noch im Geburtshaus am Fuße des Schießbergs wohnt. Nach der Zeit in der Bergschule, die in einen Hauptschulabschluss mündete, begann der Sohn des langjährigen Steiff-Geschäftsführers Hans-Otto Steiff in Stockach eine Ausbildung zum kaufmännischen Einzelhändler, technischen Zeichner und Industriekaufmann. Drei weitere Lehrjahre in der Sparte Kfz-Technik schlossen sich nach Abschluss der ersten Ausbildung an. Als KFZ-Techniker fand Steiff eine Anstellung bei der Firma Schwenk Zement, wo er den Meistertitel erwarb. Nächster Arbeitgeber war die Dekra, in deren Dienste er 18 Jahre unter anderem Gutachten erstellte, und für die er zuletzt bei Daimler Benz tätig war. In dieser Zeit legte er in der Abendschule die Prüfung zum Kaufmann für Datenverarbeitung ab.

Vor etwa sieben Jahren schlug der Giengener dann ein weiteres Kapitel zum Einkommens-Erwerb auf: Er stieg ins Lebensmittelgeschäft ein. „Den Ausschlag dazu hat ein Besuch einer französischen Markthalle gegeben. Vom Elternhaus war ich immer gutes Essen gewöhnt. Als ich in der Markthalle stand wurde mir klar, dass mir das Spaß machen würde“, sagt der heute 60-Jährige. Bei zwei Jahren Testphase blieb es nicht. „Es hat mir gut gefallen“, so Steiff, der jetzt zweimal in der Woche in Giengen mit seinem Stand präsent ist und an zwei weiteren Wochentagen in Lauchheim seine Waren anbietet.

„Liegt einiges im Argen“

Jetzt strebt Steiff einen neuen Beruf an: Er will Giengens OB werden. „Ich sehe, dass in Giengen einiges im Argen liegt. Ich bin der Überzeugung, dass ein Giengener die Stadt führen sollte. Mit meiner Lebenserfahrung möchte ich mich mit all meiner Kraft für das Amt einbringen“, so der Bewerber über seine Motivation, nach dem höchsten Posten im Rathaus zu streben. Probleme verortet Steiff beispielsweise in der Marktstraße generell und speziell im Marktgeschehen, dass aufgewertet werden müsse. Auch der Rathausvorplatz habe Bedarf nach Aufwertung. Die Teilorte müssten stärker ins Stadtgeschehen einbezogen und deren Attraktionen besser dargestellt werden. Mehr Förderung wünscht er sich für Schulen und Kindergärten.

Steiff verschafft sich derzeit einen Überblick über die Arbeitsfelder im Rathaus und des Gemeinderates. Lösungen für alle „kleinen und großen“ Probleme zu bieten, sei auf die Schnelle nicht möglich. Dafür bedürfe es eines tieferen Einblicks, etwa auch darin, wo man Fördergelder generieren könne.

Die Wähler will er durch direkten Kontakt überzeugen. Steiff will von Haus zu Haus gehen und auch auf dem Markt mit den Bürgern ins Gespräch kommen. „Bisher war die Resonanz auf meine Bewerbung sehr positiv“, sagt Steiff, der passives Mitglied bei den Giengener Fliegern ist und sich aktiv bei der Reservistenkameradschaft einbringt.

Das „Schiff“ Rathaus mit seinen annähernd 200 Mitarbeitern zu lenken, sieht er nicht als Problem an: „Ich traue mir das zu. Vor Personalentscheidungen scheue ich mich nicht. Mit dem Gemeinderat müsste ich dann sagen, was Sache ist.“ Dass er aufgrund seines Alters nach einer Amtsperiode aufhören müsste, sieht er ebenso unproblematisch an. „Ich will die Stadt wieder auf die Füße bekommen. Sie soll gut in die Zukunft schauen können“, so der Bewerber.

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