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Memminger Wanne: Gemeindehaus bleibt Sorgenkind

Im Rahmen ihrer sommerlichen Tour besuchten die CDU-Abgeordneten Bernd Hitzler und Roderich Kiesewetter die Memminger Wanne. Beeindruckt vom Engagement der Bürgerinitiative, sprachen sie sich für den Neubau des maroden Christian-Friedrich-Werner-Hauses aus.

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CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter (links) und CDU-Landtagsabgeordneter Bernd Hitzler (rechts) kamen in die Memminger Wanne und sprachen mit Grigori Bauer, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative Memminger Wanne.Foto: Joelle Reimer

Ein lautes Dröhnen begrüßte den Landtagsabgeordneten Bernd Hitzler und den Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter, als sie im Rahmen ihrer Sommertour in der Memminger Wanne ankamen. „Sehen Sie, da hat Ihr Besuch doch gleich vor Ort etwas bewirkt – seit langem wird hier mal wieder gemäht“, begrüßte Grigori Bauer die CDU-Delegation. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Memminger Wanne sprach dann auch gleich frei heraus, wo ihm und den Bewohnern des Viertels der Schuh drückt.

Zum Beispiel hinsichtlich der kürzlich gekippten Pläne für den Bau von Asylbewerberunterkünften. Die Bürgerinitiative sei vom Vorhaben der Verwaltung überrumpelt worden: „Grundsätzlich sind wir nicht gegen die Aufnahme von Asylbewerbern, ganz im Gegenteil.“ Doch 288 Menschen hätten für die Bürger und den einen Sozialarbeiter eine absolute Zumutung bedeutet. „Wir sollten nicht den gleichen Fehler zweimal machen“, sagte Bauer in Bezug auf die Anfänge des Wohnviertels. „Klar, dass so etwas nicht ohne Unmut geht. Aber Städte und Gemeinden müssen auch oft in Windeseile entscheiden“, sagte Hitzler aus eigener Erfahrung.

Dass die Menschen in der Memminger Wanne vieles umtreibt, wurde den Abgeordneten schnell klar: Neue Mülleimer, neue Dog-Stations, mangelnde Reinigung seitens der Stadt und eine geplante Renovierung des Spielplatzes wurden angesprochen. „In einer Aktion mit dem Tiefbauamt wollen wir demnächst den Spielplatz neu streichen und Sand auffüllen“, so Bauer.

„Was ist eigentlich mit dem Gemeindezentrum?“, wollte Kiesewetter nach einem Besuch im russischen Tante-Emma-Laden wissen und sprach damit das Sorgenkind der Bürgerinitiative an. „Das Haus ist über 40 Jahre alt. Außen hat es ein paar hübsche Bretter bekommen, innen ist es aber total hinüber“, sagte Bauer. Daher wäre es schön, wenn Stadt oder Land ihnen unter die Arme greifen könnten. Denn obwohl seit Jahren Pläne für einen Neubau auf der anderen Straßenseite bestehen, hapert es an der Finanzierung: Rund 500 000 Euro müssten aufgebracht werden. Wie geht es also weiter? Bauer sprach vom geplanten Treffen mit Oberbürgermeister Elser am Dienstag, 4. August. „Dann können Sie ihm gleich sagen, dass wir einen Neubau sehr begrüßen würden. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, mit viel Eigeninitiative etwas auf die Beine zu stellen“, sagte Kiesewetter. Das wäre ein toller Schub für das Viertel.

Begeistert zeigte er sich auch von Bauers Engagement. „Wir stehen in den Startlöchern – in den nächsten Wochen wird die Initiative zum Verein“, sagte der Vorsitzende von inzwischen schon fast 100 Mitgliedern. Die Bürgerinitiative soll dann offiziell als Bindeglied zwischen Bewohner und Stadtverwaltung agieren und die Interessen der Bürger weitertragen.

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