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Kiesewetter über Böhmermann: "Das ist geschmacklos"

„Wir müssen heute davon ausgehen, dass Kommunikation offen gelegt wird“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter bei seinem jüngsten politischen Bericht am Donnerstag vor dem Giengener CDU-Stadtverband. Es war sein erster öffentlicher Auftritt im Landkreis nach der E-Mail-Affäre.

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Der Satz bezog sich jedoch nicht auf die öffentlich gewordene E-Mail Kiesewetters an seinen damaligen Büroleiter, in der er die Königsbronner Kommunalpolitikerin Margit Stumpp (Grüne) beschimpfte. Darüber wurde in der gut zweistündigen Veranstaltung bei Kiesewetters erstem Auftritt im Wahlkreis nach der Mail-Affäre nicht gesprochen. Vielmehr bezog sich die Formulierung auf ein Telefonat, dass Kanzlerin Merkel mit dem türkischen Staatspräsident Erdogan geführt hatte, in dem über das Schmäh-Gedicht Jan Böhmermanns gesprochen wurde.

„Böhmermann hat es sich zu einfach gemacht“, so Kiesewetter über die Äußerungen des Satirikers. „Das war geschmacklos. Andererseits zeigt sich die Türkei auch zu dünnhäutig“, sagte der Abgeordnete in einer viele Themen umspannenden Diskussion, die sich an seien Vortrag anschloss.

Darin war ein Schwerpunkt die Situation der Flüchtlinge – aus nationaler und internationaler Sicht. Ziel müsse es sein, weitere Gespräche zu führen und zu verhandeln. „Beim Thema Flüchtlinge ist die Türkei am längeren Hebel. Wir werden aber weiter Forderungen nach Einhaltung von Menschenrechten stellen“, so Kiesewetter.

„Ab Mai werdend die Flüchtlingszahlen wieder zunehmen. Es wird zwei Ströme über Albanien und Libyen jeweils über die Adria nach Italien geben. Österreich wird den Brenner schließen“, so Kiesewetter, der zudem darüber sprach, dass eine weitere Route über das Schwarze Meer und Russland nach Finnland verstärkt in den Fokus rücke.

„Wir brauchen ein neues Gesetz zur Regelung der Einwanderung“, so die Forderung Kiesewetters. Angesprochen auf den Erfolg der AfD, meinte er: „Wir in der CDU haben das Thema Volkspartei nicht mehr verstanden und uns zu lange ausgeruht und zu spät erkannt, dass wir im Land Opposition sind. Volksparteien sind kompliziert. Wenig-Themen-Parteien sind offensichtlich in der Gesellschaft attraktiver.“ moh

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Kommentare

16.06.2016 18:24 Uhr

Geschmacklos ?

Es möge geschmacklos gewesen sein, von Hr, Böhmermann keine Frage, aber die Kotzfrau Affäre, war auch nicht viel besser. Und als Oberst d. R. sowie Bundestagsabgeordneter ist auch nicht viel besser.
Meiner Meinung habe sich beide Personen hier völlig Falsch verhalten!
Sicher ist es nicht schön, wie die E- Mail ans Licht gekommen ist, aber als Vertreter des Volkes, was her Kiesewetter darstellt kann man mehr erwarten

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