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Integrationsprojekt wird 2017 doch fortgesetzt

Einigung: „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“ geht weiter. Stadt, Arbeiterwohlfahrt und TSG Giengen gehen einen gemeinsamen Weg.

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  • Zum Integrationsprojekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“ gehört auch eine Hiphop-Tanzgruppe, von deren Können sich die Besucher des Stadtfestes auch bereits überzeugen konnten. 1/2
    Zum Integrationsprojekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“ gehört auch eine Hiphop-Tanzgruppe, von deren Können sich die Besucher des Stadtfestes auch bereits überzeugen konnten. Foto: 
  • Erst ein Supermarkt, zuletzt Unterkunft für Flüchtlinge, künftig das Zuhause für das Integrationsprojekt der AWO. 2/2
    Erst ein Supermarkt, zuletzt Unterkunft für Flüchtlinge, künftig das Zuhause für das Integrationsprojekt der AWO. Foto: 
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Nachdem das Integrationsprojekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“ bis vor kurzem noch vor dem Aus stand, haben die beteiligten Projektpartner nun einen Weg gefunden, den Fortbestand der Giengener Aktion zu sichern.

Die Stadt Giengen erhöht für das Jahr 2017 einmalig ihren Förderzuschuss und der Landkreis Heidenheim vermietet der Stadt Teilflächen eines Gebäudes an der Heidenheimer Straße. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Supermarkt, der zwischenzeitlich zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt worden war. Die TSG Giengen, die mit ihrer Boxabteilung die Räumlichkeiten ebenfalls nutzen wird, und die Arbeiterwohlfahrt als Projektträger übernehmen anteilig die Kosten für die insgesamt rund 250 Quadratmeter große Fläche. Ab dem Jahr 2018 wird dann gemeinsam eine nachhaltige Lösung in neuen Räumlichkeiten angestrebt.

Intensive Gespräche in den vergangenen Wochen haben zu dieser einvernehmlichen Lösung geführt. Die Wichtigkeit der Fortführung des Projekts war immer unumstritten – lediglich die Finanzierung schien in Frage gestellt. „Die Verteilung der Kosten auf mehrere Schultern führt einerseits zu einer Entlastung für Alle und andererseits ist auch die integrationsfördernde Zusammenarbeit mit der TSG Giengen ein echtes Plus“, so Oberbürgermeister Gerrit Elser. Nachdem die Finanzierung gesichert war, sei man auf der Suche nach geeigneten Räumen in Liegenschaften der Stadt allerdings an Grenzen gestoßen: „Wir haben schlicht nichts Passendes leer stehen.“ Umso mehr freut es Elser, dass in dieser Situation der Landkreis sehr kurzfristig und flexibel ein entsprechendes Objekt zur Miete angeboten hat.

Das Projekt „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“ wurde 2012 durch die Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen und drei Jahre lang mit Bundesmitteln und Geldern der AWO finanziert. Seit zwei Jahren bezuschusst der Landkreis Heidenheim und die Stadt Giengen jeweils mit rund 10 000 Euro die Projektarbeit der AWO, die weiterhin erhebliche Eigenmittel aufwendet. Es steht unter der Prämisse „Integration durch Sport“ und will durch eine Angebotspalette, die von Sambo- und Boxtraining, Ausdauertrainings und Outdoor-Workouts bis hin zu einer Hip-Hop-Tanzgruppe reicht, jungen Menschen ein niederschwelliges Angebot unterbreiten.

Seitens der Awo war es sehr erfolgreich (was auch seitens der Stadt nie bestritten wurde). Es wurde mit seinem Sport- und auch Hiphop-Tanzangebot speziell für junge Menschen aus der Memminger Wanne ins Leben gerufen.

Insbesondere ältere Jugendliche ab 16 Jahren, die durch Alkoholkonsum und Vandalismus aufgefallen waren, sollten durch das Projekt angesprochen werden. Dies mit Erfolg, wie die Awo in ihrem Sachbericht 2015 aufzeigte: Rund 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden betreut, in der Friedenstraße nutzten an den Werktagen täglich 10 bis 15 Personen die Sportangebote. Neben dem Training reichten die Aktivitäten von Grillfesten bis zur Teilnahme an Aktionstagen oder dem Stadtfest.

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