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Im Bergbad laufen die Vorbereitungen auf Badesaison

Als Betriebsleiter des Bergbads hat Matthias Banzhaf alle Hände voll zu tun bevor die Pforten des Freibads wieder für Besucher geöffnet werden.

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Wenn das Schwimmerbecken gereinigt wird, dann heißt es Wasserschieber schwingen und Algenreste beseitigen: (v.r.) Alireza Mehrnezhad, Vitalij Buchholz und Matthias Banzhaf bei der Arbeit.  Foto: 

Dass es kein Zuckerschlecken ist, ein ganzes Freibad wieder badetauglich zu machen, sieht man an den Arbeitsstunden, die Matthias Banzhaf täglich mit seinem Team stemmt. Seit dem 21. März wird im Bergbad von 8 Uhr morgens bis teilweise 18 Uhr abends wieder alles auf Vordermann gebracht. Gemeinsam mit zwei bis sechs Helfern – unter anderem Hubertine Pflüger, Vitalij Buchholz und Alireza Mehrnezhad (Flüchtling aus dem Iran) – wird geputzt, geschrubbt, gestrichen.

Erste Amtshandlung ist es jedes Jahr, auf sämtliche Leitungen wieder Wasserdruck zu bringen. „Die werden über den Winter abgestellt, nicht dass sie einfrieren“, erklärt Matthias Banzhaf. In einem nächsten Schritt werden Dachrinnen und Schächte vom Herbstlaub befreit. Danach geht es sämtlichen Bodenplatten, die es auf dem Bergbad-Areal gibt, an den Kragen. „Mit einem Hochdruckreiniger machen wir jede einzelne Platte sauber“, so der 51-Jährige.

Ist dieser Part erledigt, ist die Rutsche an der Reihe. „Da rutschen dann die Damen mit dem breitesten Hintern ein paar mal runter“, witzelt der Betriebsleiter, nimmt seine Aussage aber sofort wieder zurück. Natürlich wird mit Putzmitteln gearbeitet. Damit wird innen und außen alles eingelassen und anschließend mit Hochdruck wieder abgewaschen. Es folgen die Roste rund um den Beckenrand, die die Überlaufrinne bedecken. „Da muss jeweils die Vorder- und Rückseite von Algen befreit werden“, so Banzhaf.

Auch besagte Überlaufrinne, also die Rinne um die Becken, wird mit einem speziellen Edelstahl-Reinigungsmittel eingelassen und mit Hochdruck gereinigt. „So entfernen wir zum Beispiel Rostflecken, wenn mal eine Haarnadel liegen geblieben ist.“ Wenn rundherum alles geputzt ist, geht es schließlich an die Becken selber. Zuerst wird im Nichtschwimmer-, wenn das fertig ist, im Schwimmerbecken das Wasser abgelassen. „Wenn über den Winter kein Wasser im Becken wäre, würde sich der Dreck, der sich durch Wind und Regen ansammelt, quasi ins Blech brennen“, erläutert Banzhaf. Dadurch wäre es wesentlich schwieriger zu reinigen. Außerdem würden sich bei intensiver Sonneneinstrahlung die Blechplatten ausdehnen und abends wieder „zurückschnappen“. Das wiederum wäre schädlich für die Schweißnähte des Blechs, die am Ende wieder geflickt werden müssten. Zudem wäre sonst das Enten-Pärchen, das jeden Winter im Bergbad verbringt, nicht da.

Die 450 Kubikmeter Wasser im Nichtschwimmerbecken sowie die 2300 Kubikmeter Wasser im Schwimmerbecken werden so abgelassen, wie das Team „hinterherschaffen“ kann. „Wir lassen es meistens so auf dreimal ab, sonst würde alles antrocknen“, sagt der Profi. Denn je feuchter, desto leichter kann der Schmutz entfernt werden. Also rein in die Gummistiefel, Wände abspritzen und die Wasserschieber schwingen. Wenn das Becken schließlich komplett leer ist, sind die Kanäle dran: „Da sammeln sich auch Dreck und Algen an.“

Bevor die Becken wieder mit Wasser befüllt werden, müssen die schwarzen Bahnmarkierungen noch gestrichen werden. „Das muss drei Tage trocknen, dann reinigen wir nochmal und am Ende kommt das frische Wasser dazu“, erklärt der Betriebsleiter. Sechs bis acht Stunden dauert das Unterfangen, das meist in der ersten Maiwoche beginnt, beim Nichtschwimmerbecken, satte 32 Stunden beim Schwimmerbecken.

Was jetzt noch fehlt? „Maler- und Sanitärarbeiten, Fensterreinigung, Spielgeräte müssen montiert werden, genauso wie Sprungbretter, Startblöcke, Hinweisschilder, Bänke, Mülleimer“, zählt Banzhaf auf. Schließlich wird noch die Technik hergerichtet: die Umweltanlage, die für reines Wasser sorgt, und die Chlorgasanlage, die es keimfrei hält. „Die Gärtnerei pflanzt noch Blumen und dann hoffen wir, dass wir um Pfingsten rum öffnen können“, verrät der 51-Jährige. Das sei allerdings ein offener Termin, der vor allem vom Wetter abhänge.

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