Partner der

Giengens Hilfe für die Armen: „steht der Stadt gut zu Gesicht“

Einhornkarte für Bewohner der Stadt mit geringem Einkommen: Die Zahl der Nutzer hat sich seit der Einführung des Angebots 2005 mehr als verdoppelt.

|
Besonders gern in Anspruch genommen von Inhabern der Einhornkarte ist der verbilligte Eintritt ins Bergbad.  Foto: 

Damit auch Bewohner der Stadt mit geringem Einkommen an Veranstaltungen, Kursen und Freizeitaktivitäten in der Stadt teilnehmen können, wurde 2005 die do genannte Einhornkarte eingeführt. Wer auf staatliche soziale Hilfeleistungen angewiesen ist, kann die Einhornkarte im Rathaus beantragen. Auch anerkannte Flüchtlinge können dies tun, und jetzt, seit der Beschlussfassung im Gemeinderat, auch noch nicht anerkannte Asylbewerber, die in Giengen wohnen und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungegesetz erhalten. Sie kann von Einzelpersonen wie auch von Familien beantragt werden.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung berichtete Ruth Graf vom Amt Bildung und Soziales über den aktuellen Stand zur Einhornkarte. Die Zahl der Nutzer war demnach zwischen 2005 und 2016 schwankend, im Schnitt aber mit Tendenz nach oben. Vor allem seit 2015 ging die Zahl der Anträge steil nach oben. Im ersten Jahr wurden 37 Anträge gestellt, was sich bis 2014 auf 84 Anträge steigerte. Diese zahl wurde 2016 und 2016 mit 139 beziehungsweise 141 Anträgen dann deutlich übertroffen.

Auch die Zahl der Nutzer, so Graf, ging steil nach oben. Sie hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt. Waren es im ersten Jahr 107, wurden vergangenes Jahr 248 gezählt. „Ein attraktives Format“, so die Schlussfolgerung von Ruth Graf.

Kostenrahmen seit Jahren gleich

Die Kosten für die Stadt bewegen sich trotz der größeren Zahl an Anträgen seit 2012 etwa im selben Rahmen, sie liegen zwischen 600 und 700 Euro. Das bedeutet, dass die Einhornkarte auch für Vergünstigen genutzt wird, die nicht seitens der Stadt gewährt werden.

Dass die Einhornkarte verstärkt nachgefragt wird, wurde von Verwaltung und Gemeinderat begrüßt. Man sieht sie als Baustein, in Giengen lebende Menschen, die sehr knapp bei Kasse oder als Flüchtling in die Stadt gekommen sind, besser in der Gesellschaft zu verankern und mehr Lebensqualität zu ermöglichen. „Die Einhornkarte steht der Stadt gut zu Gesicht“ so Oberbürgermeister Gerrit Elser. Und dass nicht nur Vergünstigen seitens der Stadt gewährt werden, sieht er als Zeichen guten Bürgersinns.

Christine Mack und Gaby Streicher (beide SPD) sprachen von einer guten und gut geregelten Sache. Die Karte sei ein gutes Instrument, damit Menschen in der Stadt ankommen und ein Baustein sinnvoller Freizeitgestaltung. Stefan Briel (CDU) sagte in seiner Eigenschaft als TSG-Votsitzender, dass die gewährten Vorteil von den anderen vereinsmitgliedern getragen würden, dass dies aber gern getan werde. Er regte an, die Privatwirtschaft vermehrt einzubinden. Wilhelm Oszfolk (SPD) fragte an, ob man nicht die Musikschule mit einbinden wolle. Ruth Graf sagte, dies sei angedacht.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Hauff-Technik wächst weiter – in der Fläche und personell

Mit 65 Millionen Euro Umsatz hat das Unternehmen seine eigene Ziele weit übertroffen und es gibt noch Luft nach oben. weiter lesen

233F3