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Giengener Teilorte: Bürger gedenken den Toten

Am gestrigen Totensonntag wurde der Verstorbenen, insbesondere der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Auch in Hohenmemmingen versammelten sich Bürger, um sich zu erinnern.

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Auch in Hohenmemmingen wurde gestern der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht.  Foto: 

Im Rahmen der Gedenkfeier sprach Oberbürgermeister Gerrit Elser. Leider, sagte er, sehe man nicht mehr in jeder Gemeinde die Notwendigkeit des Erinnerns. „Wir in Giengen werden die Erinnerung wachhalten.“ Denn es bestehe die Gefahr des Vergessens und der Verharmlosung. „Wir müssen wachsam bleiben. Wir dürfen nicht abstumpfen.“

Der Oberbürgermeister betonte, dass immer noch Kriege, Gewalt und Terror herrschten. „Die Realität zeigt zudem, wie zerbrechlich der Frieden ist, denn mitten in unserem Frieden kommt der Krieg doch manchmal ziemlich nah“, sagte er und verwies auf die Soldaten, die in Kriegsgebieten im Einsatz sind und waren. „Wenn wir heute der getöteten Soldaten gedenken, dann müssen wir daran denken, dass ihr Sterben auch ein Opfer für unsere Freiheit war.“

Elser forderte auf, sich gegen Extremismus, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen, dafür für Toleranz, Weltoffenheit, Zivilcourage und Ausländerfreundlichkeit einzustehen.

Er ermutigte, auch im privaten Umfeld den Frieden zu wahren. Zudem müsse man den sozialen Frieden aufrechterhalten. Hier kam Elser auf die Finanzkrise und etwa die Situation in Griechenland zu sprechen. „Die Angst vor dem Verlust des Wohlstands ist da.“

Weiter müsse man dafür kämpfen, dass die sozial Schwächeren nicht weiter an den Rand gedrängt werden, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter aufgehe, so Elser.

Der Musikverein Burgberg und der Gesangverein Sängerlust Hohenmemmingen umrahmten die Gedenkstunde in Hohenmemmingen musikalisch. Auch in den Teilorten Hürben und Sachsenhausen fanden gestern anlässlich des Totensonntags Gedenkfeiern statt.

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