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Giengener LEA-Außenstelle bleibt vorerst leer

Das Land braucht die fast fertig gestellte LEA-Außenstelle derzeit nicht. Und auch das Landratsamt hat kein Interesse an der Unterkunft. Ein entsprechendes Angebot wurde abgelehnt.

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Die LEA-Außenstelle im Ried ist fast fertig gestellt, wird aber derzeit gar nicht gebraucht. Jetzt hat das Landratsamt ein Angebot zur Unterbringung von Flüchtlingen abgelehnt.  Foto: 

Noch wird gebaut auf dem Areal der ehemaligen Baufirma Mayer im Ried. Bis Mite Juni sollte alles so fertig gestellt sein, dass die Einrichtung, die Platz für 300 bis 400 Flüchtlinge bietet, in Betrieb hätte gehen können.

So wie es sich derzeit darstellt, wird erst einmal gar kein Leben einziehen in die ehemaligen Büroräume, die zu Schlaf-Quartieren werden, auch nicht in den Speisesaal, der 140 Personen Platz bietet. Es wird auch niemand die Knöpfe in den Duschen der Sanitärräume, die in Containern untergebracht sind, drücken,

Ende vergangener Woche hatte die Lenkungsgruppe des Landes für Flüchtlinge in Stuttgart bekannt gegeben, dass die Einrichtung in Giengen zunächst nicht belegt werden wird, weil die Kapazitäten der LEA in Ellwangen völlig ausreichen.

Der Plan beim Land war, um die Außenstelle im Ried nicht leer stehen zu lassen, diese an den Landkreis Heidenheim zu vermieten, damit dieser „seine“ Flüchtlinge dort unterbringen kann. „Wir haben noch keine Antwort, wie sich der Landkreis entscheidet“, so die Auskunft aus der Landeshauptstadt Ende vergangener Woche.

Jetzt sieht man in Stuttgart klarer. „Wir haben dem Regierungspräsidium mitgeteilt, dass das Landratsamt zur Zeit kein Interesse an der Anmietung der LEA-Außenstelle in Giengen hat“, so Landrat Thomas Reinhardt am Freitag. Vor ein paar Monaten wäre ein derartiges Angebot sehr reizvoll gewesen. Jetzt könne man aber ausreichend eigene Kapazitäten vorweisen.

„Die Zuzugszahlen sind stark rückläufig. Zudem haben wir noch das Haintal in Heidenheim, wo wir mit der Stadt in Gesprächen sind und wo für 300 Menschen Platz geschaffen werden kann. Im Augenblick gibt es keinen weiteren Bedarf“, sagt der Landrat.

Über die Entwicklung sei man „nicht unglücklich“, bringe diese doch eine spürbare Entlastung mit sich. Derzeit seien noch etwas mehr als 1600 Asylsuchende in Einrichtungen der Behörde im Landkreis untergebracht. Es wird aber damit gerechnet, dass es weniger werden, weil in nächster Zeit wohl vermehrt Asylverfahren abgeschlossen werden. „Wer anerkannt ist, kann sich dann frei bewegen und gehen, wohin er will“, sagt Reinhardt.

Ob die Entlastung – nach Monaten, in denen die Behörde durchaus unter dem Druck stand, neue Quartier-Möglichkeiten aufzutun – auf Dauer sein wird, könne derzeit nicht eindeutig vorhergesagt werden. „Es deutet momentan aber nichts darauf hin, dass die Zahlen der Flüchtlinge schnell nach oben gehen werden“, so der Landrat.

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