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Giengener Kläranlage: Schäden geringer als befürchtet

Die Erneuerung der veralteten E-Technik folgt anschließend auf zwei Jahre verteilt.

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Essenziell wichtig für den Betrieb der Kläranlage: die beiden markant rostrot lackierten Faultürme, die derzeit saniert werden. Der Zustand des bislang untersuchten östlichen Turms ist deutlich besser als befürchtet. Um den Zustand der Türme genau untersuchuen zu können, wird im Innern eigens ein Gerüst aufgebaut (Foto rechts).  Foto: 

Die Sorgen waren groß, was den Zustand der beiden Faultürme in der Kläranlage im Ried betrifft. In den 60er-Jahren erbaut, stand in diesem Jahr ein Grundsanierung an.

Die letzte Untersuchung reicht 25 Jahre zurück. Und da der Zustand im Innern des Turms nicht ohne Entleerung beurteilt werden kann, war man seitens des Eigenbetriebs Stadtentwässerung gespannt, wie sich der Zustand des für das Funktionieren der Kläranlage essenziell wichtige Bauwerk darstellen würde.

Die beiden Türme mit einem Fassungsvermögen von 1400 Kubikmetern sind insgesamt gut 14 Meter hoch, stecken allerdings vier Meter tief im Boden. Für den Betrieb der Kläranlage reicht vorübergehend ein Turm aus.

Nur kleinere Betonrisse

Und siehe da: Alles halb so wild, wie der Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, Alexander Fuchs berichten kann. Zumindest im Ostturm, bei dem die Sanierungsarbeiten im vergangenen Frühjahr begonnen wurden, fallen die Schäden deutlich geringer aus als befürchtet. Keinerlei Abplatzungen im Innern des Turmes, lediglich harmlose kleinere Betonrisse habe man festgestellt, die aber hinsichtlich der Dicke des Betons unbedenklich erscheint. Diese werden geschlossen, die Schutzbeschichtung erneuert, und auch eine Austausch verschiedener Leitungen findet statt. Bis Mitte November, davon geht Fuchs aus, sollen die Sanierungen am Ostturm beendet sein. Direkt anschließend geht er wieder in Betrieb und wird befüllt, damit mit dem westlichen Turm begonnen werden kann. Ein Turm reicht für den Betrieb der Kläranlage vorübergehend aus.

Gleiche Methode im Westturm

Der Westturm wird in gleicher Weise behandelt wie sein Nachbar, mit Reinigung, Gerüstbau im Innern und Erneuerung der Schäden. Da dieser zweite Turm gleichzeitig mit dem ersten erbaut wurde, wird mit keinem schlechteren Schadensbild gerechnet. Spätestens im Frühjahr 2018 sollen, mit einer inzwischen aufgelaufenen zeitlichen Verzögerung aufgrund detaillierter Untersuchungen an der Beschichtung, beide Faultürme fertig saniert sein. Bereitgestellt wurden für die Sanierungsmaßnahmen 180 000 Euro.

Unmittelbar danach geht's weiter in der Kläranlage, dann allerdings mit einem deutlich höheren Finanzaufwand. Es steht die Erneuerung der gleichfalls in die Jahre gekommene Erneuerung der E-Technik in der Schaltschrankanlage an. Von dieser aus wird die Anlage gesteuert, und sie arbeitet nicht mehr zu hundert Prozent zuverlässig.

E-Technik veraltet

Sie ist 30 Jahre alt und entspricht nicht mehr aktuellem Standard. Derzeit läuft die Vorplanung mit der aktuellen technischen Bestandsaufnahme, deren Ergebnisse in den Wirtschaftsplan einfließen. Anfang 2018 hat sich der Gemeinderat mit dieser Thematik zu befassen. Die Erneuerung der E-Technik und deren Finanzierung soll laut Plan über zwei Jahre laufen, sie ist mit voraussichtlichen Kosten von 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Zeitgleich mit der Sanierung der Faultürme sollten diese Arbeiten nicht stattfinden, berichtete Fuchs, sondern nacheinander.

Und auch dann ist noch nicht Schluss in der Kläranlage. Auch das Rechenhaus steht für Erneuerungen an, allerdings ist das frühestens ein Projekt für das Jahr 2019.

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