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Giengener Kinogeschichte ist endgültig vorbei

Zehn Tage nach beginn der Abbrucharbeiten stehen vom ehemaligen Kino Regina nur noch die Grundmauern, und ein Stück Giengener Kinogeschichte ist endgültig vorbei.

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  • Daran erinnern sich sicher noch viele – roter Plüsch im Kinosaal. 1/4
    Daran erinnern sich sicher noch viele – roter Plüsch im Kinosaal. Foto: 
  • Nur noch Schutt – das Kino Regina zehn Tage nach Beginn der Abbrucharbeiten. 2/4
    Nur noch Schutt – das Kino Regina zehn Tage nach Beginn der Abbrucharbeiten. Foto: 
  • Der verwaiste Foyerbereich – einzig das Filmplakat von „Terminator 3“ zeugt von vergangenen Kinofreuden. 3/4
    Der verwaiste Foyerbereich – einzig das Filmplakat von „Terminator 3“ zeugt von vergangenen Kinofreuden. Foto: 
  • Blick in den Vorführraum im ersten Stock. Die Filmspule ist längst leer. 4/4
    Blick in den Vorführraum im ersten Stock. Die Filmspule ist längst leer. Foto: 
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Ganze Arbeit hat die Abbruchfirma geleistet. Am Montag vergangener Woche begannen die Arbeiten am Kino Regina in der Burgstraße, jetzt ist das Gebäude nur noch Schutt, und ein Stück Giengener Kinogeschichte gehört endgültig der Vergangenheit an. Nie mehr mit Popcorn oder Eis die Wnedeltreppe zum Kinosahl im ersten Stock hochklettern, nie mehr in gespannter Erwartung des Films rumlümmeln in den kaugummiweichen roten Plüschsesseln.

Die Giengener Kino-Ära ist allerdings nicht erst mit dem Abbruch des Regina Geschichte, das benachbarte Burgtheater und das Regina selbst zeigen seit Jahren keine Filme mehr. Die Geschichte der Lichtspielhäuser der Stadt ist untrennbar mit dem Namen Wagner verbunden.

Kino in Giengen: Es begann im November 1927 mit Stummfilmen im Saal des Gasthauses Einhorn. Der damalige Leinwandpionier hieß Emil Jäger. 1929 übernahmen dessen Schwester Hedwig Wagner und deren Mann Anton das Geschäft und zeigten den Giengenern erste Tonfilme.

1937 entstand das Burgtheater, das 1948 vergrößert wurde. Bald darauf leitete die Familie den Bau für das Regina ein, das im Juni 1953 eröffnet wurde. 1982 wurde auch dieses Lichtspieltheater erweitert und modernisiert. In drei Sälen fanden fast 400 Besucher Platz. Das Burgtheater wurde später aufgegeben und beherbergt seit vielen Jahren einen Spielsalon. Das Obergeschoss ist bewohnt.

Im Jahr 2001 gab es Pläne eines Heidenheimers, auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik in der Planie ein Kino-Center zu errichten. Zur Realisierung kam es nicht. Ebenfalls 2001 pachtete ein Unternehmer aus Weinheim das Regina und führte es bis 2005. Die Insolvenz des Unternehmens bedeutete im Mai 2005 das Aus für das Kino.

Im Mai kaufte die Kreisbaugesellschaft das Gebäude, schon damals in der festen Absicht, es abzureißen. Der bauliche Zustand war zu schlecht, um an einen Erhalt zu denken. Was mit dem frei werdenden Grundstück langfristig geschehen soll – der Kreisbau stehen mit zwei anliegenden kleineren Grundstücken 1500 bis 1800 Quadratmeter zur Verfügung – ist noch nicht beschlossen. Zunächst wird ein Parkplatz geschottert, der Kunden der Kreisbau zur Verfügung stehen soll.

Kino in Giengen gibt es damit nur noch in kleinen Nischen: öffentliche Vorführungen gibt es noch seitens der Volkshochschule mit ihrer Reihe „Filme im Spital“, und mit der privaten Initiative jedes Jahr an zwei Sommerabenden, dem „Brenzflimmern“ im Skulpturenpark.

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