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Ganztagesbetreuung: Realschule, MSG und Bühlschule kooperieren

Neue Wege in Sachen Ganztagesbetreuung: Die weiterführenden Schulen kooperieren ab sofort. Die Schüler der Realschule, des Gymnasiums und der Bühlschule können die Nachmittagsangebot ihrer Schulen somit wechselseitig nutzen.

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Machen bei der Ganztagesbetreuung gemeinsame Sache (von links): Monika Römer-Zimmermann (Schulleiterin der Robert-Bosch-Realschule), Marcus Willfahrt (Lehrer am MSG und für die Ganztagesbetreuung zuständig), Markus Kuhn (Schulleiter des MSG) und Franz Nerad (Schulleiter der Bühlschule).  Foto: 

Die weiterführenden Schulen in Giengen machen jetzt gemeinsame Sache. Zumindest was die Ganztagesbetreuung betrifft. Sie haben ihre Nachmittagsangebote gebündelt und für die jeweils anderen Schulen geöffnet. So, dass nun an allen weiterführenden Schulen von Montag bis Donnerstag bis 16 Uhr eine Betreuung gewährleistet ist, die auf einer breiten Basis fußt.

Denn für die unterrichtsfreien Zeiten steht eine Vielzahl von Kursen zur Auswahl. Von Theater bis Trampolin, von Tennis bis Tastaturschulung – das Angebot ist vielfältig. Sogenannte Jugendbegleiter, also ehrenamtliche Schüler oder Eltern, Lehrer aber auch Vereine stemmen die Kurse.

Es gibt mehrere Gründe für den Zusammenschluss

Das Konzept steht also. Und auch praktisch ist die kooperative Ganztagesbetreuung bereits angelaufen. Jetzt muss es sich noch einspielen. Darin sind sich die Zuständigen der beteiligten Schulen, das Margarete-Steiff-Gymnasium, die Robert-Bosch-Realschule und die Bühlschule, einig.

Gründe für den Zusammenschluss gibt es mehrere. Zum einen werden so natürlich Synergien genutzt. Das MSG etwa hatte mit Lehrerstundenkürzungen im Bereich der Ganztagesbetreuung zu kämpfen. „Da war es schwer, die Lücke zu schließen“, sagt Markus Kuhn, Schulleiter des Margarete-Steiff-Gymnasiums.

Durch gemeinsame Ganztagesbetreuung bleiben Kontakte bestehen

Zum anderen sei es oft so, dass Schüler aufgrund des vorhandenen Ganztagesangebots eine Schule auswählten – „obwohl es vielleicht nicht die passende war“, so Kuhn. Er ergänzt: „Jetzt haben wir den Ganztagesbereich angeglichen, heißt, jetzt können die Kinder beziehungsweise die Eltern sich bei der Wahl der Schule auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.“

Monika Römer-Zimmermann, Schulleiterin der Robert-Bosch-Realschule, ergänzt: „Im Grundschulbereich wird im Ganztagesbereich immer mehr getan, die weiterführenden Schulen müssen also ebenso ein entsprechendes Angebot anbieten.“ Für die Realschule hat dies eine besondere Bedeutung, ist sie doch keine Ganztagesschule. Wie Monika Römer-Zimmermann sagt, will die Schule jedoch eine werden.

Und nicht zu vergessen: Durch die gemeinsame Nachmittagsbetzreuung können die Schüler auch wieder zusammenfinden. Franz Nerad, Schulleiter der Bühlschule, hebt hervor: „Die Kinder waren in der Grundschule zusammen, dann wurden sie getrennt, im Rahmen der Ganztagesbetreuung bleiben die Kontakte bestehen. Zudem müssen die Kinder nun bei einem Schulwechsel nicht mehr alles hinter sich lassen.“

Schüler müssen Betreuungspässe führen

Bei Gymnasium und Realschule liegt die Kooperation schon wegen der räumlichen Nähe auf der Hand. Doch wie wird die Bühlschule eingebunden? „Wir haben zum Beispiel die AG mit dem Titel 'Alten Menschen eine Freude machen', diese findet im Johanneshaus statt. An solchen Angeboten können natürlich auch Realschüler oder Gymnasiasten völlig problemlos teilnehmen“, erklärt Nerad.

Damit man die Teilnahme der Schüler nachvollziehen kann, müssen sogenannte Betreuungspässe geführt werden. Nicht zu vergessen: Auch die Mensa kann jetzt von den Realschülern genutzt werden.

Nerad bewertet die Kooperation als wichtigen Schritt

Franz Nerad, Schulleiter der Bühlschule und geschäftsführender Schulleiter der Giengener Schulen, ordnet die neue Kooperation ein: „Das ist eine ganz notwendige Entscheidung nun für alle Giengener Schüler ein Angebot zu machen, hier in dieser Stadt Bildung und Betreuung zu erfahren.“ Also letztlich auch eine Frage der Standortsicherung? Die Zuständigen nicken.

Zudem hätten die Giengener Schulen durch den Zusammenschluss mehr Gewicht. So, dass man vielleicht auch Angebote, die bisher nur in anderen Städten stattfinden, einfacher nach Giengen holen kann.

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