Partner der

Giengener Stadtfest: Ein Treffen von Fremden und Freunden

Zum 39. Mal ein Panschertreff, der letzte mit Gerrit Elser als Oberbürgermeister. Wieder einmal hatte man weitgehend Wetterglück, zeitweise war kaum ein Durchkommen auf

|
Je später der Abend, desto besser die Stimmung: das war nicht nur bei den Stadtfest-Besuchern auf dem Rathausplatz zu sehen. . .  Foto: 

Zum Stadtfest-Auftakt am Freitagabend gab's bei milden Temperaturen erst mal absolutes Traumwetter, wie es sich ein Festveranstalter kaum mehr wünschen kann. Kein Plätzchen blieb frei auf den zwischen Postberg und Kirchgasse aufgestellten Biertischgarnituren, während der Musikverein Stadtkapelle unter der Leitung von Edgar Bürger traditionell die Giengener Bürger auf den Panschertreff musikalisch einstimmte.

Und die gute Stimmung sollte sich auch in der Folge fortsetzen: dafür sorgte zunächst einmal Gerrit Elser in seiner Funktion als Noch-Stadtoberhaupt, der auf der Bühne einmal mehr den Einsatz der zahlreichen Vereine aus Giengen und den Teilorten würdigte, ohne die es das Stadtfest in der jetzigen Form nicht mehr gegeben hätte. Die warmen Dankesworte kamen mit Sicherheit bei allen Beteiligten an – daran konnten auch die zeitweiligen Tonprobleme bei Elsers einführender Rede nichts ändern.

Ohne Negativschlagzeilen

Überhaupt nutzte der Oberbürgermeister die Gelegenheit und verwies in seiner letzten größeren Ansprache auf die engen Beziehungen, die Giengen mit seinen Partnerstädten Zeulenroda, Köflach und Le Pré-Saint-Gervais pflegt, zu verweisen. „Das Stadtfest ist ein Treffen von Freunden, Bekannten und Fremden“, so Elser. Und genau so wie sich die Gäste aus den Partnerstädten wohlfühlen sollten, wünschte der OB auch seinen Bürgern „ein harmonisches, schönes und friedliches Stadtfest“ – ganz ohne Negativschlagzeilen.

Der von Elser geäußerte Wunsch sollte, anders als zuletzt in Schorndorf, trotz der leider üblichen Ärgernisse (Stichwort Wildpinkler) in Erfüllung gehen. Elser: „Der Panschertreff, aber auch Veranstaltungen wie 'Halb 8' zeigen, dass es möglich ist, die Stadt mit pulsierendem Leben zu füllen.“

Drei Hammerschläge reichen

Mit drei gekonnten Schlägen stach Elser in der Folge am Stand der Fliegergruppe symbolisch das erste Bierfass an. An den knapp 30 aufgebauten Ständen reichte das kulinarische Angebot von der klassischen Bratwurst über den fast schon obligatorischen Döner Kebap bis hin zum „CDU-Leberkäswecken“.

Musikalisch war das über die beiden Tage noch deutlich breiter gefächert: freitags stimmte bereits ab 18 Uhr ganz traditionell die Stadtkapelle mit Unterhaltungsmusik auf den Abend ein, bevor später am Abend die Band „Almost Heart Chor“ im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne enterte.

Mit Stimmungsmusik und „Quetsch'n' Roll“ wussten die Musiker aus Regensburg schon beim Adventsmarkt das Giengener Publikum zu überzeugen. Und beim Wiedersehen war die Stimmung angesichts der deutlich wärmeren Temperatur fast noch besser. Erst der gegen 23 Uhr allmählich einsetzende Regen beendete den ersten von zwei Stadtfest-Abenden aber relativ abrupt.

Abruptes Ende wegen Regen

Nicht wegzudenken aus dem Stadtfest-Programm ist auch der Flohmarkt am Samstag, der einmal mehr den in der Marktstraße stattfindenden Wochenmarkt zumindest für einen Tag deutlich vergrößerte. An den aufgebauten Ständen konnte man jedenfalls so manches Schnäppchen ergattern. Der Samstagnachmittag stand einmal mehr im Zeichen der getanzten und sportlichen Vorführungen: insgesamt sieben Gruppen präsentierten sich dem Publikum – von Jazztanz über die Heidenheimer Majoretten bis hin zum alevitischen Kulturverein war für jeden Geschmack etwas dabei. Allein ein kurzer Regenschauer ließ die Besucher Schutz unter den Vordächern suchen.

Bei deutlich besserem Wetter ging es hinein ins Abendprogramm: auf der Bühne in der Marktstraße sorgte die Band „Members“ für Stimmung unter den Besuchern, während das Schlössle mit Alternativprogramm des „Trio Prosecco“ bespielt wurde. Seinen Abschluss findet der Panschertreff stets am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche – auch wenn vor dem Rathaus kein Programm mehr geboten ist. Aber irgendwann muss ja auch mal abgebaut werden.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Holger Sanwalds Rechnung: „noch sechs Siege“

„Überglücklich“ gab sich Holger Sanwald unmittelbar nach dem 1:1 des 1. FC Heidenheim in Aue. Durch den Punktgewinn habe man das Zweitliga-Jahr 2017 mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen und die jüngste starke Phase bestätigt. weiter lesen

232XN