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Die frühere Stadt Giengen bald als 3D-Modell?

Mit den Einnahmen des inzwischen zur Tradition gewordenen Tanztees in der Schranne unterstützt der Jahrgang 1939 das Stadtarchiv. Nun soll ein 3D-Modell vom ehemaligen Giengen finanziert werden.

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Wenn sich an einem Sonntag im Frühjahr zahlreiche Fans von Schlager und 60er-Jahre-Musik in der Giengener Schranne tummeln, dann kann das nur eines sein: Der vom Jahrgang 1939 veranstaltete Tanztee. Am Sonntag, 23. April, von 17 bis 20 Uhr ist es wieder so weit.

Zum 15. Mal findet der Treff statt, und genau wie die Veranstaltung selbst ist es bereits zur Tradition geworden, dass die Einnahmen an das Stadtarchiv gehen. „Zur Anschaffung oder Restaurierung stadtgeschichtlicher Objekte“, erklärt Gerhard Fetzer, der mit seiner Nostalgie-Combo für die Musik zuständig ist.

Altes Giengen als 3D-Modell

Ein besonderes Projekt hat man sich dieses Mal gemeinsam mit Stadtarchivar Dr. Alexander Usler überlegt: Die alte Reichsstadt Giengen soll als Modell erschaffen werden. Als Vorlage dient der Merian-Stich von Giengen aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand.

„Zunächst hatten wir überlegt, das Modell aus Holz anfertigen zu lassen, etwa 50 auf 60 Zentimeter groß“, erklärt Werner Haag, Organisator und Vorsitzender des Jahrgangs 1939. Dieses jedoch hätte man lediglich in öffentlichen Gebäuden wie der Rathaus-Vitrine ausstellen können, weshalb ein Mitglied des Jahrgangs zurecht kritisch hinterfragt habe, wieso man ein so veraltetes Modell fertigen lassen wolle.

„Er hat vorgeschlagen, das Ganze digital als 3D-Modell zu erstellen, das man sich dann auf dem PC oder Laptop anschauen kann. Quasi ein kleines, realistisches Giengen auf dem Bildschirm“, so Haag. Welches man am Ende theoretisch sogar auf dem 3D-Drucker ausdrucken könnte.

Die Idee war geboren und der Vorschlag kam sowohl innerhalb des Jahrgangs als auch beim Stadtarchivar gut an, weshalb man sich mit einem Projektbüro in München in Verbindung setzte. Kostenpunkt: Rund 15 000 Euro.

„Hierfür werden die Einnahmen des Tanztees verwendet, den wir zwei Mal im Jahr organisieren. Aber natürlich wird das nicht reichen, es ist alles eine Kostenfrage. Sicher dauert es noch eine Weile, bis wir das 3D-Modell fertig haben“, so Haag.

Umso wichtiger deshalb die Einnahmen durch den Tanztee, der ausdrücklich nicht nur für den Jahrgang, sondern für alle Giengener veranstaltet wird. Mit der Spende ans Stadtarchiv und dem geplanten Modell wolle der Jahrgang etwas fürs Städtle tun – als alteingesessene Giengener unterstütze man selbstverständlich die Historie der Stadt, so Haag.

In der Vergangenheit wurden beispielsweise ein verzierter Giengener Zinnteller aus dem 18. Jahrhundert oder ein Rechnungsband aus dem Jahr 1722 erworben und restauriert und ans Stadtarchiv übergeben.

Tanztee wird zum Wunschkonzert

Neben der musikalischen Unterhaltung der Nostalgie-Combo bewirtet der Jahrgang mit einem Vesper, Kaffee und Hefezopf. Und in Sachen Musik gibt es dieses Mal ein Wunschkonzert: Im Vorfeld kann jeder Besucher seine ganz speziellen Musikwünsche äußern (bei Werner Haag unter Tel. 07322.7707 oder bei Gerhard Fetzer unter Tel. 07322.7505).

„Wir haben schon ein paar Musikwünsche bekommen. Das liegt auch an unseren Stammgästen, die nicht nur von hier, sondern auch von weiter weg kommen. Da wird immer gleich geschaut, wann der nächste Tanztee stattfindet“, sagt Fetzer. Nicht nur die Besucher, auch er und Werner Haag als Organisatoren müssen stets ein Stück weit in die Zukunft planen.

„Die Termine für den Herbst und für 2018 haben wir schon. Die Schranne ist oft belegt, da muss man wirklich schnell sein“, sagt Haag. Aber was Tradition ist, will schließlich beibehalten werden.

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