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Burgberger Dorfgemeinschaft: Viel erreicht - noch mehr vor

2008 gründete sich die Dorfgemeinschaft Burgberg. Erklärtes Ziel: Den Zusammenhalt im Dorf stärken und gemeinsame Projekte verwirklichen. Sechs Jahre später wurde schon einiges erreicht. Doch für den Vorsitzenden Dieter Danzer steht noch vieles auf dem Wunschzettel.

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Dieter Danzer (links) ist seit ihrer Gründung Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Burgberg. Mittlerweile zählt der Verein über 50 Mitglieder. Eines davon ist Lothar Danzer (rechts).  Foto: 

Ein eingetragener Verein ist die Dorfgemeinschaft erst seit Ende 2008. Der Grundstein wurde aber bereits viel früher gelegt, nämlich bei den Vorbereitungen zur Burgberger 800-Jahr-Feier. „Unser erstes Projekt war das Buch zum Jubiläum“, erklärt Dieter Danzer, auch heute Vorsitzender des Vereins. „Finanziell war das ein hohes Risiko: Fast 800 gedruckte Exemplare zu je über 30 Euro. Aber im Endeffekt haben wir aber sogar einen Gewinn erzielt.“

Aus diesem Erfolg heraus entstand die Idee, sich als Verein zu formieren. 14 Bürger trugen sich im Oktober 2008 in die Gründerliste ein. Heute sind es laut Danzer mehr als 50 Aktive. Zweifelsohne war das größte und bedeutendste Projekt der Dorfgemeinschaft die Freizeit- und Naherholungsanlage am unteren Stettberg, die gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein und mit Hilfe von Leader-Fördergeldern gebaut wurde. Im Sommer 2011 war Einweihung. Für die Dorfgemeinschaft ist es die größte Belohnung, dass sich die Anlage noch immer vorzugsweise bei Familien großer Beliebtheit erfreut.

Burgberger Rathaus als nächstes Projekt?

Mit der Einweihung der Anlage war das Projekt Freizeitanlage für die ehrenamtlichen Helfer aber keineswegs abgeschlossen: Regelmäßig kümmern sie sich um die Instandhaltung des Geländes. „Die Pflege bindet unsere Kräfte in hohem Maße“, sagt Danzer. „Deshalb trauen wir uns kaum, ein weiteres großes Projekt anzugehen.“ Dabei ist dem Vorsitzenden wichtig, dass der Verein nicht nur mit ihrem bislang größten Projekt in Verbindung gebracht wird. „Wir sind mehr als nur die Freizeitanlage“, betont er.

Hätte er einen Wunsch frei, würde Danzer das alte Burgberger Rathaus in Angriff nehmen. „Es ist sanierungsbedürftig und wir würden uns gerne miteinbringen.“ Zunächst aber müsse innerhalb Burgbergs eine Diskussion über eine Sanierung und mögliche Nutzung der Räume entstehen. Denn bei allem Engagement ist sowohl Dieter Danzer als auch seinem Bruder Lothar, der ebenfalls von Beginn an zum Verein gehörte, wichtig, dass Entscheidungen gemeinsam im Dorf getroffen werden.

Auffallend viele Vereine

Burgberg hat, gemessen an seiner Größe (runde 1700 Einwohner), ein auffallend breites Angebot an Vereinen: rund 25 an der Zahl. „Wir haben uns nie als Dachverein gesehen“, betont Danzer, „sondern vielmehr als organisatorische Hülle, damit die Vereine und Bürger Burgbergs eine gemeinsame Stimme haben können.“ Danzer weiß, dass es Teilorte, die geographisch nicht direkt an den Hauptort angebunden sind, manchmal etwas schwerer haben. „Das ist auch nicht weiter schlimm“, sagt der Burgberger. „Aber man muss sich darauf einstellen und darauf reagieren.“

Vereine haben es heutzutage nicht mehr leicht – vor allem was den Nachwuchs anbelangt. Den Jugendlichen fehlt durch den Ganztagesunterricht an den Schulen nicht selten die Zeit, intensiv am Vereinsleben teilzunehmen. „Und nach ihrem Schulabschluss ziehen viele zum Studium oder für die Ausbildung weg“, weiß Danzer. Auch die Dorfgemeinschaft Burgberg leidet am Nachwuchsmangel.

Dennoch will der Verein in die Zukunft schauen. „Das Motto, unter dem wir uns gegründet haben, heißt ,Miteinander leben'“, erklärt Danzer. „Das sehen wir als zentral an und dafür wollen wir uns auch in Zukunft stark machen.“

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