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AWG-Areal: Bagger sollen im November rollen

Noch im November sollen die Abbrucharbeiten auf dem AWG-Gelände in der Lederstraße beginnen. Dort sollen in den nächsten sechs Jahren bis zu 70 Wohnungen unter der Regie der Kreisbau entstehen. Jetzt läuft ein Wettbewerbsverfahren.

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Ende des kommenden Monats soll mit dem Abbruch der ehemaligen Produktionsstätten und Verwaltungsgebäuden der AWG begonnen werden. Jetzt wurden schon die Wasser- und Gasleitungen zum Areal gekappt. Mit der Bebauung will die Kreisbau im Sommer/Herbst des kommenden Jahres beginnen.  Foto: 

Bis die Bagger in der Lederstraße anrollen, wird nicht mehr allzu viel Zeit vergehen. Anfang der Woche wurde damit begonnen, die Gas- und Wasserleitung zum ehemaligen Areal der AWG zu kappen. „Wir werden in nächster Zeit die Abbrucharbeiten ausschreiben“, sagt Wilfried Haut, Geschäftsführer der Kreisbau, die das Areal erworben hat.

Geplant sei, dass mit dem Abbruch der ehemaligen Produktionsstätte und der Verwaltungsgebäude noch im November begonnen wird. „Es sind allerdings noch viele Einbauten und auch Mobiliar vorhanden. Allein das zu entfernen und auszuräumen wird einen Trupp zwei bis drei Wochen beschäftigen“, so Haut. Man habe auf dem Gelände auch Materialproben hinsichtlich Altlasten genommen. „Das wird ausgewertet. Wir müssen abwarten, was dabei rauskommt“, so der Geschäftsführer. Geplant sei, den Abbruch auf dem Areal bis Ende Februar des kommenden Jahres abzuschließen.

Frühester Baubeginn: Sommer oder Herbst 2014

Als frühesten Beginn für die Hochbauarbeiten nennt Haut den Sommer/Herbst 2014. Beabsichtigt ist, eine Wohnanlage mit 60 bis 70 Einheiten als Zwei- bis Vierzimmerwohnungen zu errichten. Zielgruppe ist der gehobene Mietwohnungsmarkt. „Wir stellen uns drei Bauabschnitte vor, die in fünf bis sechs Jahren realisiert werden sollen“, sagt Haut.

Über die Gestaltung der Fläche machen sich jetzt sechs Architektur- und Planungsbüros Gedanken. Die am Wettberwerbsverfahren teilnehmenden Büros stammen aus Heidenheim, Aalen, Memmingen, Ulm und Pforzheim. „Wir wollten bewusst über den Tellerrand hinaus schauen. Wir wollen den großen Wurf landen“, so der Kreisbau-Geschäftsführer. Die Wahl des Preisgerichts soll am 5. Dezember fallen.

Das Beurteilungsgremium steht unter Vorsitz von Professor Franz Pesch, der auch den Wettbewerb bezüglich der neuen Bibliothek in der Nachbarstadt Heidenheim leitete. Zudem gehören dem Gremium Geschäftsführer Haut, Landrat Thomas Reinhardt, Oberbürgermeister Gerrit Elser, Bauamtsleiter Manfred Reichl sowie jeweils ein Vertreter der Architektenschaft und der Immobilienwirtschaft an. Das Gremium wird entscheiden, welche Arbeit der Kreisbau zur weiteren Planung und Ausführung zu empfehlen ist.

Neubauten sollen sich sensibel einfügen

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates erläuterte Stadtplaner Günther Ingold die Entwurfsaufgaben an die Planer: Gefragt sei unter anderem eine hohe städtebauliche Qualität mit Einfügung in eine sensible Umgebung. Geschaffen werden soll eine qualitätvoll verdichtete innerstädtische Wohnbebauung. Wünschenswert sei eine Mischung unterschiedlicher Wohnungsgrößen und Wohnungstypen.

Die kleinteilig geprägte Bebauung in der Nachbarschaft müsse berücksichtigt werden. Grundsätzlich beibehalten werden soll das Straßennetz mit der Lederstraße als Haupterschließungsstraße sowie weiteren Zufahrtsmöglichkeiten über die Wasserschapfstraße und Ruprechtstraße. Gleiches gelte für das Wegenetz mit Uferweg sowie Verbindungswege zur Biber- und Wasserschapfstraße.

Von den Teilnehmern am Wettbewerb werden zudem Aussagen für die Renaturierung der Grünflächen auf der Südseite der Brenz gefordert. Dies schließe die Option ein, baurechtlich geforderte Kinderspielplätze auf dieser Uferseite nachzuweisen. Lösungen dieser Art würden allerdings den Bau einer Fußgängerbrücke bedingen.

Ähnlich gut wie in der Talstraße

„Unsere Fraktion steht den Planungen positiv gegenüber. Wir bekommen eine deutliche Aufwertung der jetzigen Industriebrache. Das Grundstück ist sehr interessant. Ein harmonisches Bild wäre ideal. Die Kreisbau hat an der Talstraße eine gute Gestaltung hin bekommen. Das hier soll ähnlich gut werden“, sagte Jörg Bayer (CDU) in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Christine Mack (SPD) störte sich an den Standards des gehobenen Mietwohnungsmarktes. Oberbürgermeister Gerrit Elser entgegnete darauf, dass die Kreisbau auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit agiere.

„Die Lage ist ein Filetstück. Das Beurteilungsgremium hat ein hohes Maß an Verantwortung. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des Wettbewerbs“, so Gaby Streicher (SPD). „Auch wir freuen uns drauf. Mitten in der Stadt einen derartigen Paradigmenwechsel zu schaffen, gibt es selten“, so OB Elser.

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