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Alles wieder auf Anfang: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Am 30. Juli geht es erneut an die Urnen. Bis Mittwochabend kann sich die Liste der Kandidaten allerdings noch verändern – in zwei Richtungen.

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Klares Ergebnis, aber keine absolute Mehrheit. Am 30. Juli wird erneut gewählt. Die Liste der Kandidaten kann sich noch ändern. Am Mittwochabend besteht darüber Klarheit.  Foto: 

Hätte es am Sonntag im ersten Wahlgang einen Sieger bei der Wahl zum Oberbürgermeister gegeben, dann wäre die Stadtkapelle in Aktion getreten, um dem Wahlsieger ein Ständchen zu spielen. Das muss jetzt bis zum 30. Juli warten. Nach dem Urnengang, bei dem Dieter Henle seine acht Mitbewerber klar hinter sich gelassen hatte, die absolute Mehrheit aber ganz knapp verpasste, heißt es nun: Alles auf Anfang.

Erstmals gibt es bei einer Wahl zum Oberbürgermeister Giengens eine Nachwahl. Vor 16 Jahren war das bei vier Bewerbern nicht notwendig gewesen, vor acht Jahren mit zwei Bewerbern von vornherein ausgeschlossen.

Die Karten für den zweiten Wahlgang werden neu gemischt. Wer dann auf dem Stimmzettel stehen wird, ist noch nicht abzusehen. Bis Mittwoch Abend, kurz nach 18 Uhr, ist die Tugend Geduld gefragt.

Bis morgen Abend haben neue Kandidaten Zeit, ihre Bewerbung im Rathaus abzugeben. Es gelten hierbei die gleichen Anforderungen wie für den ersten Wahlgang.

Alle neun Kandidaten, die am vergangenen Sonntag auf der Liste standen, bleiben zunächst auf dieser stehen. Wer nicht mehr antreten will, muss seine Kandidatur zurückziehen. Tritt ein Bewerber nicht mehr an, wird er von der Liste genommen, die hinter ihm stehenden rücken nach.

Einige der neun OB-Kandidaten haben auf unterschiedliche Weise mitgeteilt, dass sie auch am zweiten Wahlgang antreten werden, andere hingegen überlegen noch. Letztlich Gewissheit darüber gibt es nach der Zusammenkunft des Gemeindewahlausschusses morgen nach 18 Uhr. Dann können auch die neuen Stimmzettel gedruckt werden.

Der neue Wahltermin am 30. Juli liegt schon in den Sommerferien. Probleme, aus Gründen des Urlaubs nicht genügend Wahlhelfer zusammen zu bekommen, wird es nicht geben. Die Helfer waren vorsorglich schon vorab für einen eventuellen zweiten Wahlgang eingeteilt.

Ob sich die großen Ferien und das klare Ergebnis vom Sonntag auf die Wahlbeteiligung am 30. Juli auswirken, bleibt abzuwarten. Dass gerade mal etwas mehr als die Hälfte am Sonntag abgestimmt hatte, wurde allgemein als schwach eingestuft.

Bei der Betrachtung des Ergebnisses ergeben sich in Bezug auf die Wahlbeteiligung Auffälligkeiten: Sie fiel am Deutlichsten in Sachsenhausen aus, wo von 190 Wahlberechtigten 129 zur Wahl gingen, was den Spitzenwert von 67,4 Prozent bedeutet. Hohenmemmingen und Hürben liegen bei diesem Wert mit 51,2 und 51,7 Prozent fast gleichauf. Deutlich geringer fiel die Beteiligung dagegen in Burgberg aus, in zwei Wahlbezirken lag sie im Schnitt bei 42,7 Prozent.

In der Kernstadt lag die Wahlbeteiligung im Schnitt bei 39,4 Prozent. In einem Wahlbezirk in der Südstadt (Bühlschule 2) stimmten 55,1 Prozent der Wahlberechtigten ab – für Giengen der beste Wert. Sehr wenig Gebrauch von ihrem Wahlrecht machten Wähler, die im Wahlbezirk Rathaus zur Urne gerufen wurden. Hier wählten nur 301 von 960 Stimmberechtigten. Der schwächste Wert entfiel auf den Wahlbezirk Gymnasium mit lediglich 24,4 Prozent.

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