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Alles aus Holz: Hund und Hase in der Garage

Fast einen kompletten Zoo aus Holz kann der Hürbener Rainer Maier sein Eigen nennen – der Künstler fertigt naturgetreue Tierfiguren an und hat sogar schon Ausstellungen damit bestritten. Sein großer Traum: Mit seinem Hobby im Fernsehen aufzutreten.

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    Fast einen kompletten Zoo aus Holz kann der Hürbener Rainer Maier sein Eigen nennen – der Künstler fertigt naturgetreue Tierfiguren an und hat sogar schon Ausstellungen damit bestritten. Sein großer Traum: Mit seinem Hobby im Fernsehen aufzutreten. Foto: 
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Ist es ein Fisch, ein Vogel oder gar ein Seepferdchen, das bei dem Hürbener Rainer Maier auf dem Wohnzimmertisch steht? „Weder noch. Das wird ein Schwan. Man sieht das ganz klar an dem extrem großen, gebogenen Kopf“, sagt er und fährt mit dem Finger am geschwungenen Holz entlang. Der 55-Jährige ist Hobby-Künstler und hat nicht nur sein Wohnzimmer, sondern auch Keller und Garage voller Holzskulpturen. Und das nicht erst seit gestern – bereits vor 15 Jahren hat er erste Figuren angefertigt, und vor sechs Jahren wieder richtig damit angefangen.

Seine momentanen Lieblingsstücke hat er besonders gesichert – nicht ohne Grund. „Meinen mittelalterlichen Schlosshund, Hector von der Kaltenburg, muss ich natürlich anketten, damit er mir in der Garage nicht den Polarhasen Rudi Rammler jagt“, sagt Maier. Schmunzelnd gibt er zu, nicht nur durch die Figuren selbst, sondern auch mit Hilfe der Namen etwas Witz in seine Kunst bringen zu wollen.

Hase und Hund bestehen jeweils aus einer Wurzel, beide hat er vor rund sechs Wochen gefertigt. Die Wurzel für Hector, die völlig verdreckt war, hat der 55-Jährige auf Hürbener Gemarkung gefunden. „Ich hab fast nichts geändert. Geputzt, etwas geschliffen, dem Hund Augen aufgesetzt – das war's.“ Doch wie kommt man darauf, aus holzigen Fundstücken Kunst zu machen? Bei Maier war es eher Zufall. Mal hat er hier ein Stück gefunden, mal dort, irgendwann passte es zusammen und es entstand das erste Tier.

Seit er 2012 ein Urzeittier namens Lonetal Rexus Saurus gefertigt hat, ist er auf Holztiere aller Art spezialisiert. „Ich mache Urzeittiere, Echsen, Dinosaurier, aber auch lustige Tiere wie Seehunde, Mäuse oder Vögel“, erzählt er. Dabei baut er nicht einfach Holzstücke wild aneinander, sondern bedient sich an dem, was er in der Natur findet. Auf Spaziergängen sucht er nach Wurzeln und Ästen, bei Straßenarbeiten hält er Ausschau nach gefällten Bäumen. Und wenn der Nachbar den Haselnussbaum schneidet, ist er auch dabei.

„Man muss ein Auge dafür haben. Ich schaue mir die verdreckten Sachen an und sehe meist schon, was ich daraus mache“, sagt Maier. Und mit Hilfe von Beil, Schleifmaschine und Schnitzmesser entstehen dann seine ausgefallenen Skulpturen. „Das geht natürlich nicht von jetzt auf nachher. Im Prinzip brauche ich für eine Figur nicht länger als einen Tag, aber ich sitze nicht an einem Stück daran“, sagt Maier. Zuerst schaut er sich das Rohmaterial an, überlegt, dreht es hin und her, schleift mal hier und mal dort und nach und nach entsteht dann ein Kunstwerk.

Ein ausgefallenes Hobby? Definitiv. Aber auch eines, das auf Resonanz stößt. So hat Rainer Maier schon in der Kreissparkasse in Herbrechtingen ausgestellt und auch im Naturkundlichen Bildungszentrum in Ulm. Immer wieder besuchen ihn auch Kunstinteressierte, die über Bekannte von ihm gehört haben. Sein Wunsch wäre es, beim Fernsehsender „SWR“ in der Sendung „Land und Leute“ aufzutreten. „Dort werden ja oft außergewöhnliche Leute vorgestellt – so einer bin ich definitiv“, sagt Maier.

Auch eine eigene Ausstellung, vielleicht im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart, würde er sich wünschen. Und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm: „Hauptsache, es macht mir Spaß und ich kann ein paar Leute damit begeistern.“

 

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