Pfarrhaus ist bald wieder bewohnt

GIENGEN. Es ist eine überraschende und gleichsam erfreuliche Nachricht, die Martin Hörsch, Vorsitzender des evangelischen Kirchengemeinderats, gestern überbringen konnte: Ein Nachfolger für Pfarrer Hans-Jörg Mack ist gefunden. Pfarrer Dr. Joachim Kummer aus Bösingen wird spätestens im Herbst mit seiner Familie das Giengener Pfarrhaus beziehen.

Vor vier Wochen wurde Pfarrer Hans-Jörg Mack nach mehr als zehn Jahren in Giengen verabschiedet. Exakt vier Wochen später nun die erfreuliche Nachricht: Es konnte weitaus schneller als gedacht ein Nachfolger für Mack gefunden werden. Dieser heißt Dr. Joachim Kummer und kommt, wie Martin Hösch, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, gestern erklärte, aus dem Schwarzwald. Momentan betreue er noch die Gemeinden Bösingen und Beihingen.

Nachdem sich auf die erste Ausschreibung der Pfarrstelle im Mai kein Bewerber gemeldet hatte, befürchtete man in der evangelischen Kirchengemeinde schon, sich auf eine lange Vakanz einstellen zu müssen. Für diesen Fall hätte Hörsch die Aufgaben in der Verwaltung der Kirchengemeinde übernommen, die seelsorgerischen Aufgaben hätten Pfarrerin Bärbel Barthelmeß, Pfarrer Matthias Hammer und Pfarrer Johannes Weißenstein untereinander aufgeteilt.

Das wird nun doch nicht notwendig sein: Der 42-jährige Pfarrer Kummer bewarb sich auf die Stelle, als sie zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde. Für den Kirchengemeinderat ist das eine Erleichterung: „Wir haben uns alle unheimlich gefreut“, sagt Hörsch. „Wir hatten uns alle auf eine Vakanz eingestellt und da kam die Bewerbung plötzlich aus heiterem Himmel.“

Am vergangenen Donnerstag wählte auch der evangelische Kirchengemeinderat offiziell Kummer zum neuen Pfarrer in Giengen. Eine Verbindung zur ehemaligen Reichsstadt habe Kummer nicht direkt, erklärt Hörsch. Allerdings habe der Pfarrer den mittlerweile verstorbenen Dekan Albrecht Becker aus ihrer gemeinsamen Zeit in Nagold gekannt und sei zu dessen Beisetzung im vergangenen September gekommen.

Mit Kummer werden auch seine Ehefrau und seine sieben Kinder ins Pfarrhaus einziehen. Wann es soweit sein wird, steht noch nicht sicher fest: „Im Pfarrhaus muss das eine oder andere noch renoviert werden“, erklärt Hörsch. Sobald das aber geschehen ist, wird dem Einzug der Familie Kummer nichts mehr im Wege stehen. „Wir rechnen mit dem Ende der Sommerferien oder dem Frühherbst.“


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Autor: Carolin Wöhrle | 31.07.2011

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