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Neuer Verein will die Kaltenburg vor Verfall retten

Die Interessengemeinschaft Kaltenburg, die den Erhalt des bröckelnden Gemäuers fördern will, ist einen Schritt weiter: noch vor den Sommerferien wird die Vereinsgründung angestrebt. Über die Satzung wurde jetzt beraten.

Dieter Reichl |

Gut 20 Interessenten waren am Mittwoch Abend im Höhlenhaus - und damit nur rund 200 Meter von der Kaltenburg entfernt – zusammen gekommen, um über weitere Schritte zu beraten, wie dem alten Gemäuer ideelle und materielle Förderung zukommen kann.

Zentral war die Frage, ob die Gründung eines Verein notwendig ist, oder ob man es bei einer „lockeren“ Interessengemeinschaft belassen könne. So zentral die Frage war, so schnell war sie beantwortet: es herrscht vollkommene Einigkeit, dass an der Gründung eines Vereins kein Weg vorbei führt, um schlagkräftig und auch bei der Frage nach Zuschüssen, finanzieller Förderung oder Spenden entsprechend handlungsfähig auftreten zu können. Es soll noch vor den Sommerferien die Gründungsversammlung abgehalten werden. Die Entscheidung der Vereinsgründung war absehbar, weshalb der kommissarische Sprecher der Interessengemeinschaft, Clemens Stahl, bereits einen Satzungsentwurf dabei hatte, über den im Höhlenhaus diskutiert wurde. Stahl sagte, man sollte keinesfalls Vereinsmeierei betreiben, sondern möglichst schnell „in die Puschen kommen“ in der Frage, wie mit dem Eigentümer, der Stadt Niederstotzingen und den Behörden abgeklärt werden könne, wo die Schnittstellen seien und wie man unterstützen könne. Den öffentlichen Partnern, eben der Stadt Niederstotzingen, auf deren Markung die Burg liegt, dem Landratsamt sowie dem Eigentümer wolle man Beteiligungsmöglichkeiten einräumen.

Große Differenzen bei der gemeinsamen Durchsicht des Satzungsvorschlags gab es nicht. In einer noch zu erstellenden Präambel soll die heimatliche Verbundenheit des neuen gemeinnützigen Vereins herausgestellt werden, der, wie von allen Anwesenden gewünscht, kurz und prägnant den Namen „Interessengemeinschaft Kaltenburg“ tragen soll. In der gemeinnützigen Zweckbestimmung wurde als Vereinsziel die fachgerechte Erhaltung und Erforschung der Burgruine herausgestellt. Darüber hinaus soll die Burg in die bereits vorhandene touristische Infrastruktur im Hürbe- und Lonetal mit dem Archäopark, der Charlottenhöhle, der Höhlenerlebniswelt und der historischen Mahlmühle in Burgberg eingebunden werden. Das Vereinsziel soll einerseits durch ideelle Förderung mit Veranstaltungen oder der Herausgabe von Publikationen sowie durch materielle und finanzielle Förderung erreicht werden, also einerseits durch Unterstützung bei den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durch die Organisation baulicher Hilfeleistungen, andererseits durch das Sammeln von Fördergeldern und Spenden.

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