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Museum wurde zum Dorfmittelpunkt in Hürben

Das Giengener Stadtmuseum residiert im früheren Hürbener Rathaus, zumindest beim Museumsfest wurde das Gebäude wieder Mittelpunkt des Dorfes.

Autor: Silja Kummer |
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Man strömte in der Ortsmitte zusammen, die gestern auch für den Verkehr gesperrt war, und feierte beinahe so etwas wie ein kleines Dorffest: Das jährliche Museumsfest begann unter Zeltbedachung mit einem Gottesdienst, in dessen Verlauf sich dann aber doch die Sonne gegen Regenwolken durchsetzte. Bis zur Mittagszeit waren die Biertisch-Garnituren voll besetzt, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vor ihrem Magazin bereitgestellt hatten. Für die kulinarische Verpflegung waren die Hürbener Landfrauen zuständig, die auch während der Öffnungszeiten des Museums dort ihr Landfrauen-Café betreiben.

Hatte man einst gehofft, das Stadtmuseum würde von den Tourismusströmen profitieren, die von der Charlottenhöhle angezogen werden, so hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt: Um die 1000 Besucher zieht das Museum jährlich an, mehr als 40 mal so viele Gäste sind es in der Tropfsteinhöhle. Aber auch wenn im Museum nichts von der Decke tropft: Kleine Schätze kann man auch hier entdecken. So etwa einen Krämerladen, aufgebaut aus dem Mobiliar von einstigen Giengener Geschäften, mit vielen Kleinigkeiten gefüllt wie Waschmittelpackungen, Kaffeedosen oder Nähzubehör aus alter Zeit. Ein ganzer Raum ist der berühmten Giengener Vogelmutter Lina Haehnle gewidmet, es gibt alte Giengener Maßeinheiten und eine veritable Einhornsammlung zu sehen. Im zweiten Obergeschoss, in dem wechselnde Ausstellungen zu sehen sind, kann man einen Blick in Sachsenhausens Vergangenheit werfen.

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