Mehr Veranstaltungen und Investitionen im Giengener Bergbad
Im Sommer ist das Freibad auf dem Giengener Schießberg Anlaufstelle für Badefreunde und Sonnenanbeter. Und bei Eis und Schnee? Gänzlich in den Winterschlaf wird das Gelände und vor allem die Technik nicht versetzt.
„Ich komme auch im Winter sehr regelmäßig ins Bad, um einen Kontrollgang zu machen“, so Matthias Banzhaf, der Betriebsleiter der städtischen Bäder. Im Gebäude läuft auch oder gerade an Tagen, an denen das Badevergnügen auf Eis liegt, die Lüftung und die Heizung erwärmt die Kellerräume auf 12 Grad Celsius. „Wenn es im Technikraum zu kalt wird und sich dadurch Feuchtigkeit bildet, ist das langfristig für die Anlagen und Schaltkästen natürlich schädlich. Deshalb heizen wir“, so Banzhaf.
Der Schwimmmeister schaut nicht nur nach dem Rechten, sondern muss auch im Winter schon mal kleinere Reparaturen vornehmen: So etwa vor zwei Wochen, als ein Keilriemen zu ersetzen war.
„Natürlich schauen wir in den Wintermonaten danach, ob es Einbrüche oder Beschädigungen gab. Das ist schon vorgekommen. Zum Beispiel waren einmal Graffitisprayer im Bad unterwegs“, sagt Banzhaf.
Im Unterschied zu den Sommermonaten lässt er die Becken im Winter eher links liegen. Im Bergbad wird das Wasser nach Ende der Saison nicht abgelassen, erst im März, wenn der Frühjahrsputz ansteht, wird sozusagen der „Stöpsel“ gezogen.
Der Grund, warum das Wasser in Giengens Freibad im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken bleibt, ist einfach erklärt: „Es sollen Verformungen im Edelstahlbecken durch wechselndes Wetter und sich ändernde Temperaturen vermieden werden“, so Franz Becker, der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudemanagement. Ohne Wasser bestünde die Gefahr von Rissen. Zudem gestaltet sich die Reinigung auch einfacher, wenn die Wassermassen in den Becken verbleiben.
Eislaufen im Bad? „Zu viel Aufwand“
Bei eisigen Temperaturen wie in den vergangenen Wochen kann sich so auf der Oberfläche eine Eisschicht bilden. Auch diese stellt keinerlei Gefährdung für das Becken dar: „An den oberen Rändern ist das Becken leicht abgewinkelt, sodass das Eis entweder im Becken schwimmt oder bei extremer Kälte über den Rand hinausragt“, sagt Becker. In den letzten Tagen war die Eisschicht im Becken sehr dick. Würde sich das nicht als optimale Eislauffläche anbieten? „Auf den ersten Blick vielleicht schon, aber bei genauerer Betrachtung dann doch nicht“, so Banzhaf. Der Aufwand, im Bergbad Eislaufen anbieten zu können, wäre enorm hoch: Einerseits müsste eine permanente Aufsicht vor Ort sein und auch Personal für Toiletten und an der Kasse vorgehalten werden. Andererseits müssten an den Becken umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. „Mit den Schlittschuhen könnten der Beckenrand und das Umlaufgerinne sehr schnell beschädigt werden“, so Becker.
Während das mit dem Eislaufen eine Idee bleibt, die wohl nicht verwirklicht werden kann, hat der Werksleiter im Gegensatz dazu schon erste Pläne, wie er das Renommee des Freibades steigern kann. Becker denkt da konkret an eine lange Badenacht oder Musikveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend. „Insgesamt sind wir vom Bergbad sehr überzeugt und sehen vor allem gegenüber Badeseen klare Vorteile in der Wasserqualität oder der Hygiene in den Sanitärräumen sowie im gepflegten Umfeld der Becken“, sagt Becker, der darüber informiert, dass in nächster Zeit einige Investitionen anstehen.
Es sei möglich, dass noch zum Saisonbeginn ein Kassenautomat installiert wird, der zur Entlastung im Personaleinsatz in schwächeren Zeiten führen, aber auch als zweite Kasse in Stoßzeiten dienen soll. Sicher erneuert werden müssen Schwallwasser- und Rückspülbehälter sowie ein Gasbrenner. Noch nicht gänzlich klar ist, ob es sich lohnen würde, über das Becken nachts eine Abdeckung auszurollen. „Das würde zwar den Energieverbrauch eindämmen, jedoch ist die Anschaffung sehr kostenintensiv“, so Becker.
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Autor: Marc Hosinner | 22.02.2012
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Dicke Eisschicht auf den Becken: Im Bergbad Eislaufen anzubieten, wäre jedoch zu aufwendig.
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