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Im Giengener Johanneshaus soll die ehrenamtliche Arbeit besser vernetzt werden

Mit Hilfe eines vor kurzem eingesetzten Kuratoriums soll im Pflegheim Johanneshaus an der Bahnhofstraße die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter besser vernetzt und ausgebaut werden.

Dieter Reichl | 0 Meinungen

Das neue Engagement in der 80 Plätze umfassenden Pflegeeinrichtung entwickelte sich, nachdem vor knapp zwei Jahren der Wechsel der Trägerschaft von den in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen und unterdessen auch insolventen Johannes Seniorendiensten zur Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Diese Gesellschaft des evangelischen Johanniterordens betreibt insgesamt 91 Pflegeheime und 15 Krankenhäuser in ganz Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen und in den Ost-Bundesländern. Das Giengener Johanneshaus ist einer der am weitesten im Süden gelegenen Standorte. Geleitet wird das Haus von Heike Steffens, die bereits seit zwölf Jahren dort arbeitet, seit drei Jahren als Leiterin der Einrichtung.

Für die ohne Küchen- und Reinigungspersonal 52 Mitarbeiter zählende Belegschaft habe sich durch den Wechsel zunächst nicht viel geändert, so Hausleiterin Steffens. Durch die große GmbH, in die das Haus jetzt eingebunden ist, bestehe für die Mitarbeiter jetzt die Möglichkeit einer deutschlandweiten Fortbildung oder auch einer spirituellen Auszeit.

Größte Neuerung sei vielmehr die Einrichtung eines Kuratoriums, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Arbeit des Hauses zu unterstützen. Es besteht aus zwei Vertretern der Johanniter, mit dabei sind seitens der evangelischen Kirchengemeinde Pfarrer Johannes Weißenstein und seitens der Bürgerschaft Rubens Link. Der Kurator des Hauses, Dr. Henning von Sethe sagte, man wolle die bestehenden ehrenamtlichen Mitarbeiter untereinander vernetzen und weitere ehrenamtliche Helfer gewinnen. „Wir wollen den sozialen Dienst ausbauen.“Zusätzliche Unterstützung sei wünschenswert bei den Besuchsdiensten, aber auch um für die Bewohner Vorträge zu halten, ihnen Geschichten zu erzählen, mit ihnen zu singen; zudem würden weitere Helfer für die Gottesdienste oder für Arbeiten in Haus und Garten, oder aber für die organisation der Besuchsdienste gern gesehen.

Das Johanneshaus ist ein reines Pflegeheim. Weitere Angebote der Seniorenbetreuung gebe es in Giengen ausreichend, so Hausleiterin Steffens. Die 80 Plätze im Johanneshaus seine derzeit fast voll belegt. Der vielzitierte demografische Wandel sei indes nicht wirklich zu spüren, weil, so Steffens, die ambulanten Dienste so weit ausgebaut wurden, dass die Menschen erst zu ihnen kommen, wenn es für sie oder die Angehörigen nicht mehr anders geht. Dies sei aber in allen Pflegeeinrichtungen so der Fall. Mit der Folge, dass die Menschen durchschnittlich nur rund neun Monate im Johanneshaus leben, und Männer oder Frauen, die fünf Jahre dort sind, Ausnahmen sind.

Diese Woche stand auch im Johanneshaus Weihnachten mit Angehörigen und Gästen an. Grußworte seitens der Hausleitung mit Heike Steffens, des Kuratoriums mit Dr. Henning von Sethe und seitens der Stadt mit Rubens Link leiteten über zur geistlichen Andacht mit Pfarrer Johannes Weißenstein sowie dem musikalischen und kulinarischen Programm. Eine zweite Feier folgte Tags darauf, mit geändertem Programm, das auch für die schwereren Pflegefälle geeignet war.

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