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Hürbebrücke in Burgberg nach 22 Jahren ein Sanierungsfall

22 Jahre nach ihrem Bau ist die Hürbebrücke am Fuße des Burgberger Schlossberges ein Sanierungsfall. Rund 80.000 Euro wird die Stadt für die Instandsetzungskosten hinblättern müssen.

Lothar Danzer | 0 Meinungen

Von April bis ende Mai 2012, also rund sechs bis acht Wochen, werden sich die Bauarbeiten hinziehen. In dieser Zeit wird die Brücke für den Verkehr voll gesperrt bleiben.

Die notwendige Umleitung erfolgt über die alte, teilweise unbefestigte Kreisstraße an der Mühlhalde. Nur so könnten die Arbeiten, die von der Bauunternehmung Hebel aus Memmingen im Allgäu ausgeführt werden, zügiger abgewickelt werden, hieß es. Wer als Verkehrsteilnehmer also in den nächsten Wochen die Mahlmühle, das Schlossgut, die Bachstraße und die Bruckhalde erreichen will, für den beginnt die Umleitung bei der Werkseinfahrt der Firma Omya. Das gilt auch für Kraftfahrer, die den Verbindungsweg von Burgberg in Richtung Bergenweiler befahren wollen. Für Fußgänger bleibt der Übergang über die Brücke die meiste Zeit geöffnet.

Dem Sanierungsvorhaben ging eine Prüfung voraus, bei der an der Hürbebrücke zum Teil erhebliche Schäden festgestellt wurden, was auch Dipl.- Ing. Frank Gürtler vom Institut für Materialprüfung bestätigte. Es seien nach der alle sechs Jahre gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung Risse im Beton und Betonabsprengungen festgestellt worden, was früher oder später zu Stahlkorrosionsschäden führen würde. Dies könnte die Tragfähigkeit des Brückenbauwerks beeinträchtigen.

Es fragt sich schon der eine oder andere, warum bereits schon nach 22 Jahren eine so aufwendige Sanierung notwendig sei. Konstruktions- und Baufehler die Schuld zuzuschieben wäre zu einfach. Gürtler machte das Eindringen in die Fugen und Entwässerungsläufe, vorrangig aggressiver Substanzen, wie etwa Streusalz verantwortlich. Das Sanierungskonzept sieht nun vor, die Tragfähigkeit und Stabilität der Brücke zu garantieren. Zur Vermeidung von Schäden soll in Zukunft das Bauwerk vor dem Eindringen von Nässe und chlorid-, öl- und benzinhaltigem Oberflächenwasser besser geschützt werden.

Auch im Gemeinderat, als im vergangenen Herbst die Notwendigkeit der Sanierung dargestellt wurde, war man darüber alles andere als glücklich. Man müsse ein viel zu jungen Bauwerk sanieren, hatte Oberbürgermeister Gerrit Elser geklagt. Was erst 1990 gebaut wurde, sollte nach so vergleichsweise kurzer Zeit keine derartigen Schäden aufweisen.

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