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Container für Altkleider: Problem in Giengens Südstadt

Wohin mit ausrangierten Hosen, abgetragenen Pullis oder aus der Mode gekommenen Blusen? Die Möglichkeiten, Altkleider zu entsorgen, sind mannigfaltig. Der Wildwuchs bei Containern wird allerdings von so manchem in der Stadt als Problem gesehen.

Marc Hosinner |

Von „horrenden Preisen“, die für Altkleider bezahlt würden, sprach Ordnungsamtsleiter Uwe Wannenwetsch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Mehrere hundert Euro würden pro Tonne Altkleider von Verwertern bezahlt, die dann zumeist in Osteuropa und Afrika Menschen neu einkleiden sollen.

Der Markt um alte Klamotten scheint deshalb mittlerweile auch in Giengen stark umkämpft zu sein. Neben Säcken und Containern von caritativen Einrichtungen, der flankierenden Sammlung des Landkreises über den Kreisabfallwirtschaftsbetrieb mit roten Säcken oder der Abgabemöglichkeit im DRK-Laden „Kleiderglück“ in der Marktstraße sind offenbar einige gewerbliche Anbieter darauf aus, dass die von Bürgern entsorgten Kleider in ihren Containern landen.

Gut zu beobachten ist dies vor allem in der Südstadt, wo innerhalb von wenigen hundert Metern Entfernung Container unterschiedlicher Anbieter stehen.

"Das ist ein Riesenproblem"

Genau diese Situation monierte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats Stadträtin Alexandra Carle (Unabhängige/Grüne). „Mich stört, dass an so vielen Stellen Container für Altkleider stehen. Ist das rechtens?“, so die Frage Carles, die auch deswegen verstimmt war, weil sie Mitglied der Georgs-Pfadfinder ist, die ebenfalls bereits Altkleider für soziale Zwecke gesammelt haben.

„Das ist ein Riesenproblem“, bestätigte der Ordnungsamtschef. Es gebe einen unübersehbaren Wildwuchs. Allerdings sei dies nicht nur in Giengen so, sondern deutschlandweit. In der Tat: Landauf, landab wird in den Medien über ähnliche Schwierigkeiten wie an der Brenz berichtet. Dies wollte Wannenwetsch aber nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir sind dran an der Sache und versuchen, die Lage zu verändern. Eine schnelle Lösung kann ich aber nicht versprechen. Die gibt es schlicht nicht“, so der Leiter des Ordnungsamtes.

Abtransport aus rechtlicher Sicht schwierig

Zum einen aus logistischer, zum andern aus rechtlicher Sicht sei es schwierig, des Wildwuchses an Containern Herr zu werden. „Stehen Container auf privatem Grund, können wir sie nicht so einfach abräumen“, sagte der Amtsleiter erklärend vor den Stadträten.

Stünden Container für alte Kleider oder auch Schuhe von gewerblichen Anbietern ohne Genehmigung auf öffentlichem Grund und Boden, sei es zwar möglich, „diese etwa von städtischen Mitarbeitern abtransportieren“ zu lassen und die Behälter dann beispielsweise beim Bauhof zu lagern. „Damit ist das Problem aber nicht gelöst, weil schon am nächsten Tag an anderer Stelle neue Container stehen und so das Spiel von vorne losgeht“, so Wannenwetsch. „Wir werden das verstärkt angehen“, sagte der Ordnungsamtsleiter, ohne allerdings bereits ins Detail zu gehen.

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