Bedenken und Bekenntnisse zu Windkraft in Giengen

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden hinsichtlich der Pläne zur Errichtung von Windkraftanlagen auf Giengener Gemarkung unterschiedliche Stimmen laut.

Werner Bader (CDU)störte sich insbesondere an einem möglichen Standort zwischen Hohenmemmingen und Sachsenhausen. Er gab zu bedenken, dass auch die benachbarten bayerischen Kommunen Standorte entlang der Landesgrenze auswählen könnten und es so zu einem „Gürtel“ um Sachsenhausen kommen könnte. Aussagen von Stadtplaner Günther Ingold hinsichtlich eines möglichen Standortes bei der Rastanlage Lonetal brachten Monika Albrecht-Groß auf den Plan: Sie wollte wissen, wieviel Meter das von Hürben entfernt liege und gab gleichzeitig zu bedenken, dass schon die Autobahn für einen Geräuschpegel sorge.
Christine Mack (SPD) war jedoch der Ansicht, dass das Thema sehr wichtig sei und man nicht nach dem St.-Floriansprinzip verfahren dürfe. „Lieber einen Windpark als ein Atomkraftwerk vor Augen“, so Mack. Oberbürgermeister Gerrit Elser pflichtete der Stadträtein voll bei. Ein Bekenntnis zur Windkraft gab auch Jörg Bayer (CDU) ab: „Wir dürfen uns dem nicht verschließen und müssen bereit sein, blinkende Rotoren zu sehen. Das ist mir lieber als ein Atommülllager.“ Wilhelm Oszfolk (SPD) war der Ansicht, dass sich bei diesem Thema eine Bürgerbeteiligung anbiete.

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Autor: Marc Hosinner | 21.02.2012

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