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25-Tonnen-Gasleitung unter der Brenz vergraben

Mit Hilfe eines Dükers aus Beton wurde eine Gasleitung der Stadtwerke am Steiff-Werksgelände eineinhalb Meter unter die Brenz verlegt. Kostenpunkt: 150 000 Euro.

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Die Gasleitung aus Stahl plus Betonmantel wiegt rund 25 Tonnen. Mit Hilfe eines Autokrans verlegten die Giengener Stadtwerke diese unter die Brenz beim Werkgelände der Firma Steiff.  Foto: 

Bei rund elf Grad Wassertemperatur kommt Mitte April wohl normalerweise niemand auf die Idee, in die Brenz zu steigen. Anders bei den Giengener Stadtwerken: Hier musste am Mittwoch eine Erdgas-Hochdruckleitung aus dem Jahr 1985 verlegt werden, die bislang an einer kleinen Privatbrücke über der Brenz auf dem Werksgelände der Firma Steiff gehangen hat.

Leitung unter die Brenz verlegt

„Da die Brücke sanierungsbedürftig ist und wir nicht wissen, ob sie vielleicht komplett abgerissen wird, mussten wir den Verlauf unserer Leitung etwas abändern“, erklärt Bernd Olschewski, Pressesprecher der Stadtwerke. Hierfür wurde ein sogenannter Düker nötig, damit die Leitung von der Brücke abgehängt und unter der Brenz durch verlegt werden konnte.

Rund 20 Meter neben der Brücke hat ein Bagger ein ganzes Stück der Brenz ausgehoben, denn das 30 Meter lange Dükerelement verläuft ganze eineinhalb Meter unterhalb des Flusses. „Der Düker wurde in einem Stück komplett vorgefertigt. Die Stahlleitung mit dem Betonmantel kommt insgesamt auf ein Gewicht von 25 Tonnen, weshalb wir zum Einbau einen mobilen Autokran benötigt haben“, so Olschewski.

Zeitpunkt war günstig

Das Gewicht jedoch sei notwendig, damit die Leitung nicht wieder im Wasser auftreibt. Ein ganzes Stück Arbeit also, wenn man bedenkt, dass es sich um einen verhältnismäßig kleinen Abschnitt des 160 Kilometer langen Gasleitungsnetzes handelt, das die Giengener Stadtwerke betreiben. Bleibt die Frage, weshalb man das Ganze nicht im Sommer durchführt, wenn es etwas wärmer ist.

„Das hat mit der Trockenheit der letzten Wochen zu tun. Der Zeitpunkt war günstig, da der Grundwasser- und der Flusspegel sehr niedrig sind“, so Olschewski. Gedauert hat die ganze Aktion nur rund eine Stunde, doch sie ist längst nicht der einzige Eingriff, den die Stadtwerke das Jahr über am Giengener Gasnetz vornehmen. Allein die Leitungen, die je nach Material eine Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren haben, müssen regelmäßig überprüft und ausgetauscht werden.

Jährlich investieren die Stadtwerke etwa 400 000 Euro in das Giengener Gasnetz, die jetzige Maßnahme auf dem Steiff-Gelände hat etwa 150 000 Euro gekostet.

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