Mordfall Bögerl: Wie lange bleibt die Soko?

Auch knapp eineinhalb Jahre nach dem Entführungs- und Mordfall Maria Bögerl haben die Ermittler offenbar noch immer gut zu tun. Und doch nähert man sich dem Zeitpunkt, da die Auflösung der Soko erwogen werden muss.

Wiewohl die Ermittler in die Vollen gegangen und mit einer 80-köpfigen Sonderkommission gestartet waren, ist es bis heute nicht gelungen, eine heiße Spur in diesem ebenso spektakulären wie mysteriösen Kriminalfall aufzunehmen. An Hinweisen selbst fehlt es in dem umfangreichen Verfahren bis heute nicht. Bei der Polizeidirektion Heidenheim zählt man bis heute rund 9200 Spuren, die im Zuge einer Art Inventarisierung und im Sinne einer besseren Zuordnung alle durchnumeriert sind. Die hohe Zahl erklärt sich aus der kriminaltechnischen Systematik: So werden unter diesen Nummern nicht nur klassische Zeugenhinweise, sondern auch aus Vernehmungen gewonnene Aussagen und sichergestellte Asservate geführt.

Der Großteil dieser ein großes Ermittlungs-Geflecht bildenden Spuren-Nummern ist inzwischen abgearbeitet. Rund 1000 dieser bislang in keine konkrete Richtung weisenden Fingerzeige sind nach wie vor offen, müssen von den Beamten der unterm Dach der Polizeidirektion Heidenheim arbeitenden Soko „Flagge“ noch bewertet und ins Gesamtbild eingeordnet werden.


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Autor: ERWIN BACHMANN | 19.10.2011

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