Kraftvoller Rangendinger Start in die Schach-Landesliga

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Die schachhungrige 1. Mannschaft des SC Rangendingen wollte gleich zum Auftakt der Landesliga-Saison beweisen, dass sie zu den besten im Zollern­albkreis zählt. Nachdem sie mit viel Pech aus der Verbandsliga abgestiegen war, hieß es, neue Kraft zu tanken. Gegenüber saßen die Schachfreunde aus Geislingen, die etwas überraschend aus der Bezirksliga aufgestiegen waren.

Ein Auftakt nach Maß bot Josef Birkle an Brett 7, der früh zu einem Figurengewinn kam und seinem Gegner keine Rückeroberung mehr erlaubte. Mit einem Einschlag zum Schluss war die Partie schließlich entschieden. Weniger Erfolg hatte Michael Lamparter an Brett 8, dem wiederum selbst Material abhanden kam, das er nicht mehr zurückgewinnen konnte.

Daraufhin folgte ein Remis an Brett 3, als Frank Baumann zwar alle Tricks aus der Zauberkiste zur Anwendung brachte, um mit seinen zwei Türmen den gegnerischen König matt zu setzen, doch die geschickte Verteidigung desselben erlaubte kein Durchkommen.

Allerdings folgten dann zwei verdiente Siege an den Spitzenbrettern. Alfred Gorgs an Brett 1 bestrafte die unsaubere Eröffnungsbehandlung seines Gegners, zerbröselte mit einem Turmeinschlag alle Verteidigungslinien, so dass die Aufgabe einer Erleichterung gleichkam. Auch Andres Schwenk bewies in der Englischen Eröffnung mit den schwarzen Figuren, wie man Zug für Zug seine Position verbessert, so dass der Gegner unter der Last der vielen Drohungen schließlich erdrückt wurde.

In ähnlicher Weise agierte Mark Pfeiffer an Brett 6, der auf den Spuren des guten alten sowjetischen Schach-Großmeisters Bogoljubow wandelte. Was hätte er an der Partie für eine Freude gehabt!

Großes Pech verfolgte hingegen Oliver Rothfuss an Brett 5. Direkt aus der Schweiz in letzter Minute angereist, hatte er es mit einem Jungtalent zu tun, das sich trotz drückender Stellung geschickt verteidigte. So floss die Zeit dahin, und schon war es um den erfahrenen Spieler auf Rangendinger Seite geschehen. Die Zeit war abgelaufen und alles umsonst – so grausam kann das Schachspiel sein!

Während nun die sieben Rangendinger Spieler bereits den Mannschaftssieg im Nebenraum feierten, saß an Brett 4 Professor Hans-Peter Lipp. Eine von viel Taktik geprägte Partie im Königsindischen Anzug, die von beiden Spielern große Genauigkeit im Führen der Steine abverlangte, hatte in beiderseitiger Zeitnot ein ungenaues Figurenopfer des Geislingers zur Folge, das mit einem Damenopfer und nicht mehr abwendbarer Mattdrohung beantwortet wurde.

Mit einem schönen und verdienten Auftaktsieg im Rücken heißt es für die Rangendinger Mannschaft nun, auch in den folgenden Runden nicht nachzu­lassen.

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