Eisbären Balingen siegen souverän

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Mit harten Bandagen gingen die Eisbären Balingen und die 1b der Stuttgart Rebels zu Werke. Nachdem sich die Gastgeber im Landesliga-Duell zunächst von den Landeshauptstädtern überrumpeln ließen, gaben die Kufencracks von der Eyach Vollgas und drehten die Partie.  Foto: 

Keine zwei Minuten waren gespielt, da lagen die Eisbären gegen Landesliga-Rivale Stuttgart Rebels 1b bereits im Rückstand. Sieben Minuten und zwei Treffer von Frank Ebner später befanden sich die Balinger aber wieder auf Siegkurs.

Beim Gegentreffer habe man sich jedoch zu leicht überrumpeln lassen, fand Eisbären-Spielertrainer Rafael Popek. „Wir wussten, dass Stuttgart druckvoll aufs Eis kommt und seine Chance in der Anfangsphase suchen wird, verhindern konnten wir es zunächst jedoch nicht.“ Während Florian Zeiselmeier mit einer Strafzeit hinter der Bande hockte, legte Masaru Komiyama für Lorenz Neuhauser auf, der zum 1:0 für die Landeshauptstädter traf (2. Minute). „Da waren wir nicht aufmerksam genug“, haderte Popek, ohne den Gegentreffer allzu schwer zu nehmen. Der Eisbären-Coach sah das Positive: „Wir haben uns davon nicht beeinflussen lassen und versucht, wieder auszugleichen.“

Mit Erfolg: Der Spielertrainer spielte Ebner frei, der traf erst zum Ausgleich (3.) und nach einem weiteren Popek-Assist zum 2:1 für Balingen (9.). Der Vorsprung der Rebels-Reserve war nicht nur weg, sondern gedreht, dennoch gaben sich die Stuttgarter nicht auf, gaben ihr Bestes. „Ich glaube nicht, dass sie frustriert davon waren. Dass eine Auswärtsmannschaft mit 1:2 in Rückstand gerät, ist nichts Außergewöhnliches“, findet Popek. Das Spiel war im weiteren Verlauf des ersten Drittels offen. Die Stuttgarter kamen immer wieder gefährlich vors Tor. Eisbären-Goalie Julius Schwarz wurde immer mehr zum Faktor, verhinderte mehrmals den Ausgleich der Rebels. „Sie sind gefährlich geblieben, haben ihre Chance gesucht – doch Julius Schwarz hat das auch sehr gut gemacht“, lobte Popek.

Ein weiterer Doppelschlag der Eisbären verpasste den Hoffnungen der Gäste jedoch einen empfindlichen Dämpfer. Erst erhöhte Kevin Rummel nach gutem Zusammenspiel von David Lefelmann und Nikolai Gogoll auf 3:1 (17.). Dann sorgte Gogoll mit dem 4:1 nach Assist von Kevin und Markus Rummel für eine Vorentscheidung. „In dieser Phase hatten wir den Gegner gut im Griff und haben unsere Schnelligkeit ausgespielt“, analysierte Popek.

Im zweiten Drittel gelang es den Balingern jedoch nicht nachzulegen. Zu viele Zeitstrafen auf Eisbären-Seite verhinderten einen geordneten Spielfluss. „Einige davon waren saublöd, da müssen wir uns cleverer anstellen“, fand Popek, der von einem zerfahrenen zweiten Abschnitt sprach.

Im Schlussdrittel lief den Landeshauptstädtern zunehmend die Zeit davon, die Rebels gingen mehr Risiko und wurden bestraft. Mit dem Treffer zum 5:1 nach Vorlage von Marc Haudek (51.) machte Zeiselmeier endgültig alles klar. Bereits vorher hätte Markus Rummel bei einer Chance die Entscheidung bringen können.

„Wir haben nicht unser bestes Eishockey gezeigt, haben aber trotzdem gewonnen“, meinte Spielertrainer Popek, der froh ist, dass die drei Punkte nun auf dem Konto der Eisbären stehen. Für die kommenden Spiele wünscht sich Popek mehr Cleverness: „Wir müssen auch mal eine Aktion des Gegners für die Mannschaft einstecken, anstatt sich gleich zu revanchieren und ebenfalls eine Zeitstrafe zu kassieren.“

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