Bezirksmeisterschaft der Bogenschützen in Hechingen

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Die Phalanx der Bogensportler beim Wettkampf in der Hechinger Realschule. Foto: Bernd Ullrich  Foto: 

Es herrschte an beiden Wettkampftagen während des Schießbetriebes eine ungewöhnliche Stille, und das in einer Turnhalle, in der sich gut 40 aktive Sportler aufhielten. Man hörte zwar manchmal Stimmen, aber ansonsten lediglich die akustischen Signale für den Beginn und das Ende eines Durchganges. Und man hörte nur ein leises „Klack“, wenn der Pfeil mit 200 bis 300 Stundenkilometer in das verdichtete Verpackungsmaterial, auf dem die Zielscheiben befestigt waren, einschlug.

Während die Jüngsten, im Alter zwischen sechs und acht Jahren, auf eine Distanz von 15 Metern ihre 30 Pfeile abschickten, waren es bei allen anderen 60 Pfeile auf 18 Meter. Je nach Alter variierte auch die Scheibengröße. Geschossen wurde immer in zwei Gruppen, die sich abwechselten, so dass bei jedem Durchgang insgesamt sechs Pfeile das Ziel trafen. Und sie trafen wirklich. Nicht immer in der Mitte, aber die Ergebnisse waren absolut beachtlich. Nicht nur Schießleiter und Organisator Willi Fischer von der Abteilung Bogensport der ausrichtenden Hechinger Schützengilde zeigte sich mit dem Leistungsstand der Bogensportler, und nicht nur der Hechinger, hoch zufrieden.

Die verwendeten Sportgeräte haben mit dem „Flitzbogen“ aus früheren Kindertagen nichts gemeinsam. Die hochtechnischen Apparate, die teilweise recht futuristisch aussehen, bestehen aus Aluminium, Karbon, Glasfaser, Hartschaum – und Holz. Es gibt Zielvorrichtungen, Pfeilauflagen und Stabilisatoren. Die Wurfarme sind verschraubt oder gesteckt und können ausgewechselt werden. „Einfache Bögen sind ab etwa 100 Euro zu haben. Aber man kann durchaus auch 2000 Euro ausgeben. Und das ist nicht mal die Obergrenze“, weiß Willi Fischer. Dabei gibt es verschiedene Bögen, als da sind: Langbögen, Blankbögen, Recurvebögen und Compoundbögen.

Bevor aber der erste Pfeil auf den Weg geschickt wird, gibt es eine Bogen- und Pfeilkontrolle. Dabei werden die Bögen auf Sicherheit und zulässige Hilfsmittel kontrolliert. Die Pfeile müssen ebenfalls bestimmten Vorschriften entsprechen und namentlich gekennzeichnet sein. „Es gab keinerlei Beanstandungen“, sagte Wettkampfrichterin Christine Graf, die die Kontrolle durchführte. Darüber hinaus war sie bei strittigen Fragen bezüglich der Trefferzone und der damit verbundenen Ringzahl gefragt. Da kam dann schon mal die Lupe mit Lampenfunktion zum Einsatz. Übrigens darf kein Pfeil berührt, geschweige denn herausgezogen werden, bevor nicht die Ringzahl notiert ist. Die „gräflichen“ Entscheidungen der Kampfrichterin wurden freilich ohne Wenn und Aber akzeptiert. „Es gab überhaupt keine Probleme. Alle verhielten sich überaus diszipliniert und verständnisvoll“, lobte sie die Bogensportler.

Für die Kampfrichterin, der die Oberaufsicht und während des Schießens das Hausrecht obliegt, ist das Bogenschießen eine ganz besondere Sportart. „Hier sind Konzentration, Selbstdisziplin und Ruhe unabdingbar. Eigenschaften, die vor allem Jugendlichen zugute kommen und die sich erfahrungsgemäß positiv auf schulische Leistungen auswirken.“

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