HBW: Müde Schwaben siegen souverän

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Auch Aue konnte die Heimserie des HBW Balingen-Weilstetten (im Bild Dadi Runarsson) nicht unterbrechen. Mit 31:22 setzten sich die „Gallier“ am Sonntag durch.  Foto: 

Souverän besiegten die Balinger am Sonntagnachmittag den kriselnden Traditionsverein aus dem Erzgebirge. Der machte es dem HBW phasenweise schwer, war am Ende allerdings chancenlos in der „Hölle Süd“.

„Vorne lief es ganz gut, hinten nicht so“, fasste der achtfache Balinger Torschütze Valentin Spohn den klaren Sieg über die Sachsen kurz zusammen. Der war einkalkuliert, aber in der Höhe nicht unbedingt zu erwarten. Keine 48 Stunden nach dem 27:27-Unentschieden in Würzburg gingen die „Gallier von der Alb“ gegen Aue auf die Platte.

Die Ostdeutschen hatten am Freitagabend das richtungsweisende Kellerduell gegen die Rhein Vikings klar mit 19:26 verloren, sind seit Wochen ohne zählbaren Erfolg. Das nagt natürlich am EHV-Nervenkostüm. In Balingen trat das Team von Trainer Stephan Swat nichtsdestotrotz couragiert auf, präsentierte sich durchaus als adäquater Spielpartner für den ehemaligen Erstligisten.

Auch eine Siebenmeterniete von Alexander Koke (Marouen Maggaiz hält/2. Minute) sowie eine frühe Zeitstrafe gegen Bengt Bornhorn (6.) brachten den Tabellenletzten nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Der Niederländer Jort Neuteboom sorgte nach zehn Minuten mit seinem dritten Treffer für den Ausgleich (4:4). Der HBW tat sich gegen den ersatzgeschwächten Traditionsverein aus dem Erzgebirge auch in der Folge schwer, ließ viele Chancen liegen und fand in der Abwehr keinen Zugriff. Nach feinem Steal von Tim Nothdurft legten die Schwaben erstmals zwei Treffer vor (6:4/13.) – wirklich überzeugend war der Balinger Auftritt aber nicht.

Symptomatisch in dieser Phase: Jannik Hausmann traf völlig frei den Kasten von Robert Wetzel nicht, während auf der Gegenseite Eric Meinhardt das Spielgerät in den Winkel zimmerte (7:6/16.). Jens Bürkle reagierte, bat zur Extrabesprechung an die Seitenlinie. Die Auszeit zeigte Wirkung: Lars Friedrich und Gregor Thomann trafen zum 9:6 (18.). Den Drei-Tore-Vorteil konservierte der HBW zunächst (10:7/20.), setzte sich aber vorerst nicht entscheidend ab. Die Sachsen waren ein unbequemer Gegner, welcher intensiv verteidigte und vorne lange Angriffe spielte.

Die „Gallier von der Alb“ standen nun aber deutlich stabiler in der Abwehr und Keeper Maggaiz wurde immer mehr zum Faktor. Der Tunesier nahm Aue einige wichtige Würfe weg – und zur Pause führte der HBW mit 15:10. „Wir waren in der Abwehr nicht konsequent genug“, räumte Friedrich unumwunden ein, „nur aufgrund der Paraden von Marouen liegen wir klar vorne.“

Spohn schraubte nach dem Seitenwechsel das Ergebnis weiter in die Höhe, netzte nach einer starken Einzelleistung zum 16:10 (31.). Aue fehlten nun doch die Mittel und die personellen Alternativen, um den Bundesliga-Absteiger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Neuteboom zog die nächste Fahrkarte und Balingen-Weilstetten auf 18:11 davon (34.). Noch einmal verkürzten die Sachsen auf 15:20 (38.), ehe die Schwaben mit einem 3:0-Lauf wieder für klare Verhältnisse auf der Platte sorgten (23:15/43.).

In der Schlussviertelstunde passierte nicht mehr viel. Das war Bürkle zu wenig, welcher zehn Minuten vor dem Ende noch einmal Gesprächsbedarf sah. Noch einmal justierte der Sportwissenschaftler nach, brachte mit Friedrich und Hausmann frisches Personal auf der rechten Seite. Die Rochaden griffen nicht, zumal nach dem schweren Rimpar-Spiel die Kräfte schwanden und Aue eine doppelte Überzahl zum 20:26 nutzte (54.). Über fünf Minuten waren die Schwaben nun schon torlos, ehe Dadi Runarsson zum 27:20 erfolgreich war. Für eine der wenigen spektakulären Szenen in Durchgang zwei sorgte Matthias Flohr. Der Routinier erkämpfte sich die Kugel und traf ins leere Tore zum 29:21 (57.). „Das war sicherlich nicht unser bestes Spiel“, gestand Markus Stegefelt nach dem 31:22, „aber wir waren auch müde.“

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