HBW: Eine Frage der Einstellung

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Dadi Runarsson und seine Teamkollegen lieferten zuletzt gegn Eisenach eine starke Leistung ab. Das erwartet Trainer Runar Sigtryggsson nun auch in Hildesheim.  Foto: 

Mit dem Spiel im niedersächsischen Hildesheim arbeitet der HBW am Sonntag, 8. Oktober, den vierten und letzten Aufsteiger ab. Bislang ließ der Ex-Erstligist gegen die Neulinge keine Punkte liegen, tat sich aber schwer.

Über die Relegation schaffte die Eintracht die Rückkehr ins Unterhaus und spielte bislang eine sehr solide Saison, holte fünf Punkte aus sieben Begegnungen. Beim Tabellendritten SG BBM Bietigheim kassierte Hildesheim zuletzt allerdings eine 26:33-Niederlage. Beim 22:24 durch Adam Papadopoulos (48. Minute) kam das Team von Gerald Oberbeck noch einmal in Schlagdistanz, die Ergebniswende blieb in Bietigheim allerdings aus.

„In der zweiten Halbzeit haben wir in der Deckung ein paar Eins-gegen-Eins-Duelle nicht gut gelöst und vorne Chancen liegen lassen, das hat dann am Ende den Ausschlag gegeben“, analysiert der Eintracht-Coach und sein Gegenüber Hartmut Mayerhoffer ergänzt: „Wir wussten, wie stark Hildesheim als Aufsteiger ist und sind froh über den Sieg, der etwas zu hoch ausgefallen ist. . .“

Auch HBW-Kommandogeber Runar Sigtryggsson ist von der klaren Niederlage der Eintracht „nach dem bisherigen Saisonverlauf etwas überrascht“. Nach nur einem Sieg in drei Auswärtsspielen erwartet der Isländer, „dass meine Mannschaft das Spiel annimmt und die Einstellung stimmt.“ Nach dem Punktverlust in Dessau (Endstand: 29:29) rehabilitierten sich die Schwaben eindrucksvoll, demontierten den ThhSV Eisenach am vergangenen Freitag (32:22). „Vielleicht unser bestes Saisonspiel“, sinniert der 45-Jährige, „wir waren gut – alle haben ihren Beitrag geleistet.“

Gegen die Wartburgstädter tat sich der Tabellensechste nur in den Anfangsminuten schwer, setzte sich schon zur Pause mit 16:11 ab und baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel sukzessive aus. „Keiner hatte einen schlechten Tag“, urteilt der frühere Bundesliga-Spieler, „und wir hatten gehaltene Bälle im zweistelligen Bereich. Das wir in dieser Runde auch noch nicht so oft erlebt.“

In Hildesheim (Sonntag, 17 Uhr, Volksbank-Arena) erwartet Sigtryggsson, „dass wir diese Leistung wieder auf die Platte bringen.“ Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Einzig Simen Schönnigsen fehlte zu Wochenbeginn im Training aufgrund einer Nagelbettentzündung, kann aber spielen. „Wir brauche unsere Alternativen im Rückraum“, so der Balinger Kommandogeber weiter, „das Spiel bei der Eintracht wird ähnlich intensiv wie das in Dessau.“

Auch die Niedersachsen verteidigen aggressiv und machen mächtig Tempo. „Das sind alles gute Handballer“, betont der Balinger Trainer, welcher sein Team von dem Rückraumduo Robin John und Savvas Savvas. Der frühere Hannoveraner bringt die Ideen auf die Platte – der Grieche, welcher die Torschützenliste in der 2. Liga mit 63 Treffern anführt, seine individuelle Klasse. Nominell sind die Niedersachsen der vielleicht schwächste Aufsteiger, doch die Eintracht verfügt über einen sehr erfahrenen Trainer und eine gewachsene, breit aufgestellte Mannschaft mit Ambitionen.

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