HBW zu Gast bei unbequemen Gegnern

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Fünf Spiele, vier Siege – nach dem Bundesliga-Abstieg hat sich das neu formierte Balinger Team (im Bild Tobias Wagner)in der Spitzengruppe etabliert. Am Sonntag geht der HBW beim Dessau-Roßlauer HV auf die Platte.  Foto: 

Tabellenplatz sechs – das erfüllt die Balinger Ansprüche im Bundesliga-Unterhaus nicht. Im Gegenteil: Nach der Klatsche beim Mitabsteiger nimmt der Druck auf das Team von Runar Sigtryggsson zu.

Und das zu einem frühen Zeitpunkt in einer langen Saison. „In Coburg werden nicht viele Mannschaften punkten“, meint der Balinger Trainer, „vielleicht kam für uns die Niederlage zum richtigen Zeitpunkt.“ Nach drei souveränen Siegen machte der 45-Jährige „eine gewisse Zufriedenheit“ bei seiner Mannschaft aus, „aber in der zweiten Liga kann jedes Spiel zu einem Problem werden. . .“

Auch gegen Branchenneuling Elbflorenz Dresden taten sich die „Gallier von der Alb“ in den Anfangsminuten sehr schwer, gewannen am Ende aber ungefährdet. Die Einstellung habe gestimmt, so der Isländer weiter, „die Wiedergutmachung ist uns gelungen.“ Mit 27:20 setzte sich der Ex-Erstligist durch, platziert sich mit 8:2 Zählern in der erweiterten Spitze. Hinter den Bergischen Löwen und der HSG Nordhorn-Lingen (beide 10:0 Punkte) sortieren sich sieben Klubs ein, welche maximal drei Minuspunkte auf dem Konto haben. „Das sind viele Mannschaft, die oben mitspielen“, so, „da dürfen wir uns keinen Ausrutscher erlauben.“

Am Sonntag, 24. September, geht der Fusionsklub aus Balingen und Weilstetten beim Dessau-Roßlauer HV auf die Platte (17 Uhr, Anhalt-Arena). Ein unbequemer Gegner, welcher unglaublich intensiv verteidigt. Nach einem klassischen Fehlstart mit drei Niederlagen schaffte die Ostdeutschen beim Wilhelmshavener HV die Trendwende, ver-buchten den ersten Saisonsieg (Endstand: 32:24).

„Wir 60 Minuten unseren Plan durchgezogen – in Angriff und Abwehr“, bilanzierte DRHV-Coach Uwe Jungandreas zufrieden. Der erfahrene Übungsleiter (früher Leipzig, Magdeburg), der mit den „Beavers“ 2016 den Wiederaufstieg in die zweite Liga geschafft hat, präferiert eine offensive Abwehr und lässt mit viel Tempo nach vorne spielen. „Die leben von den Angriffen aus der ersten und zweiten Welle heraus sowie der Schnellen Mitte“, erwartet Sigtryggsson „ein ganz schweres Spiel gegen einen sehr harten Gegner.“

Die Verantwortlichen haben das gewachsene Team um Kapitän Florian Pfeiffer und Regisseur Vincent Sohmann (23 Saisontore) gezielt verstärkt und sinnvoll ergänzt. Allein sechs Tschechen, en gros höherklassig erfahren, sowie „richtige gute Leute aus Magdeburg, Leipzig und Berlin“ (O-Ton Sigtryggsson) stehen beim Tabel-lenzwölften unter Vertrag. Der schloss die vergangenen Spielzeit als Zehnter ab, visiert nun die Obere Tabellenhälfte an.

„Wir dürfen uns keine einfachen Ballverluste leisten“, blickt der HBW-Kommandogeber voraus, „und müssen den Ball fleißig laufen lassen – sonst bekommen wir Probleme.“ Bereits am Mittwoch hat der frühere Bundesliga-Spieler sein Team akribisch vorbereitet, musste allerdings auf vier Akteure verzichten. Neben Lars Friedrich sind Christoph Foth, Matthias Flohr und Gregor Thomann angeschlagen. „Ich glaube nicht, dass wir in Bestbesetzung spielen können. Bei Lars ist die Hand noch stark angeschwollen und Foth hat mehrere Blessuren“, verrät Sigtryggsson, „ich denke, dass ‚Matti‘ und Gregor am Sonntag dabei sind.“ Wie gegen Dresden müsse die Abwehr stehen, fordert Sigtryggsson, „und wir müssen bereit sein, dagegen zu halten und uns zu wehren. Dessau wir früh am Mann dran sein und sehr hart verteidigen.“

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