HBW setzt sich gegen Eisenach durch

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Souverän setzte sich der HBW Balingen-Weilstetten gestern Abend gegen den ThSV Eisenach durch. Beim 32:22-Heimerfolg der Schwaben war Kapitän Martin Strobel fünf Mal erfolgreich.  Foto: 

Die Heimserie des HBW Balingen-Weilstetten im Unterhaus hält. Souverän besiegten die „Gallier von der Alb“ am Freitagabend den ThSV Eisenach mit 32:22 (16:11), dominierten Ball und Gegner von Beginn an.

„Wir haben heute eines unserer besten Spiele gemacht“, bilanzierte Runar Sigtryggsson zufrieden. Nach dem bitteren Punktverlust in Dessau drehte der Balinger Coach nur marginal am Personalrad, beorderte mit Martin Strobel und Dadi Runarsson zwei gelernte Spielmacher im Angriff auf die Platte. „Im Rückraum funktioniert es einfach besser, da machen wir weniger Fehler und sind sehr effektiv“, erklärte der 45-Jährige. Die Umstellungen zeigten Wirkung. Nach vier Minuten sorgte Runarsson für die erste Führung des Bundesliga-Absteigers. Klug antizipierte der Isländer und versenkte die Kugel im Winkel zum 3:2.

Entscheidend setzte sich der HBW in den Anfangsminuten aber nicht ab. Gut strukturiert und automatisiert griffen die Thüringer zunächst an, welche schon wenig später ausglichen. Vom Kreis war Marcel Niemeyer in Überzahl zum 5:5 erfolgreich (8. Minute). Strobel konservierte den Vorsprung (6:5/ 9.), doch es blieb eine ganz enge Kiste. Eisenach war der erwartet unbequeme Gegner – mit hoher individueller Qualität in der Offensive und einer kompakten Defensivabteilung. Die versuchte per kurzer Deckung den Balinger Kapitän aus dem Spiel zu nehmen. Das funktionierte nicht – und früh justierte Eisenachs Trainer Christoph Jauernik nach. Ohne Erfolg.

Gregor Thomann verwandelte einen Friedrich-Abpraller zum 9:5 (12.). Die Thüringer fanden in dieser Phase nicht statt, leisteten sich viele technische Fehler und ganz schwache Würfe. Anders die „Gallier von der Alb“, welche nach sieben torlosen Minuten der Gäste den Vorsprung weiter ausbauten (10:5/13.). Es folgte die nächste Auszeit der Wartburgstädter, die auch in der Folge blass blieben. Allein der frühere Neuhäuser Jan Redwitz zeigte Normalform zwischen den Pfosten, hielt den Tabellen-17. zumindest vorerst im Spiel. Der investierte zwar mehr, lag aber weiter deutlich zurück. Nichtsdestotrotz sah Sigtryggsson Gesprächsbedarf. Schließlich hatte seine Mannschaft über fünf Minuten lang nicht mehr getroffen. Thomann beendete die Negativserie, netzte zum 11:7 (20.). Strobel legte nur kurze Zeit den zwölften Balinger Treffer nach. Oddur Gretarsson vom Punkt und Thomann bauten den Vorsprung weiter aus: auf 15:10 (27.). Zur Pause hieß es schließlich 16:11.

Nach dem Seitenwechsel schraubte Strobel das Ergebnis weiter in die Höhe, zimmerte die Kugel aus zehn Metern in den Winkel (17:11/31.). Eisenach tat sich weiter sehr, sehr schwer. In Überzahl kamen die Ostdeutschen noch einmal in Schlagdistanz (18:14/36.), doch die Schwaben blieben am Drücker. Jona Schoch stellte nach 40 Minuten den alten Sechs-Tore-Abstand wieder her (22:16). Die „Gallier von der Alb“ machten nun mächtig Dampf, spielten mit hohem Tempo – während der ThSV nur noch um Ergebniskontrolle be-müht war. Das gelang nicht. Valen-tin Spohn erhöhte auf 26:17 (47.). Balingens Coach war dennoch nicht ganz zufrieden, zückte sieben Minuten vor dem Ende noch einmal die grüne Karte. Mit Erfolg. Simen Schönningsen war aus dem rechten Rückraum zum 28:19 erfolgreich (54.). Gretarsson machte es schließlich zweistellig, netzte ins leere Tore zum (31:21/58.). Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

„Wir wollten eine Reaktion auf das Dessau-Spiel zeigen. Das haben wir geschafft“, betonte Martin Strobel und Runarsson fügte zufrieden hinzu: „Wir haben heute von Anfang an unser wahres Gesicht gezeigt. Ich habe nach der Pause eigentlich keine Sorgen mehr gehabt . . .“

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