HBW geht im westfälischen Hamm auf die Platte

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Zu Hause läuft es bislang für den HBW Balingen-Weilstetten. Nun wartet jedoch beim ASV Hamm-Westfalen eine richtig schwere Auswärtsaufgabe auf Martin Strobel & Co.  Foto: 

Nach drei Siegen in Serie bleiben die „Gallier von der Alb“ in Schlagdistanz zur Spitze. „Wir dürfen aber nicht nachlassen“, betont Runar Sigtryggsson, „ansonsten spielen wir mit fünf, sechs anderen Klubs um Rang zwei.“

Ohne Zweifel: Der Bergische HC dominiert das Bundesliga-Unterhaus, führt das Klassement mit makelloser Bilanz an. Gegen den EHV Aue schafften die Westdeutschen in den finalen Minuten nach einem knappen Rückstand noch die Ergebniswende. „Der BHC und Emsdetten gewinnen auch schwache Spiele“, hat der Balinger Kommandogeber beobachtet, der einen souveränen 36:22-Heimsieg seiner Mannschaft über die HG Saarlouis sah. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so der Isländer weiter, „aber es kam auch wenig Gegenwehr.“

Die schwäbische 5:1-Abwehr arbeitete unglaublich effizient – und Keeper Marouèn Maggaiz hat „überragend gehalten“ (O-Ton Sigtryggsson). Bereits zur Pause führte der Tabellendritte klar, „muss danach aber in der Bahn bleiben“, wie es der ehemalige Bundesliga-Spieler formuliert. Da fehle nach wie vor die Konstanz, moniert der HBW-Coach, „wir haben uns vorne gegen die offensive Deckung nicht gut bewegt, waren ohne Ball viel zu statisch.“ Da passte es ins Bild, dass auch Torhüter Tomas Mrkva (Fangquote: 18,75 Prozent) blass blieb. „Er hat es verdient, seine Einsatzzeiten zu bekommen“, argumentiert Sigtryggsson, „diese Linie fahren wir auch bei den Feldspielern.“

Gegen die Saarländer hatte der Balinger Kommandogeber drei Alternativen weniger auf der Bank. Neben Abwehrchef Christoph Foth (Schulterprobleme) fehlten Dadi Runarsson (Bänderriss) und Valentin Spohn (krank). Im richtungsweisenden Auswärtsspiel beim ASV Hamm-Westfalen (Samstag, 19.15 Uhr, Westpress Arena) hofft der 45-Jährige auf einen kompletten Kader, obwohl zu Wochenbeginn auch Lars Friedrich pausierte.

Er denke, dass alle rechtzeitig fit werden, nimmt der HBW-Coach den Gesprächsfaden wieder auf. Für das heutige Abschlusstraining in Leutershausen seien Foth und Friedrich fest eingeplant. Bereits am Vormittag reist der Aufstiegsaspirant ab, übt noch einmal an der Bergstraße und bezieht am Abend das Quartier unweit von Hamm. „Stressfrei und mit nicht ganz so vollen Straßen“, erklärt Sigtryggsson, „wichtig ist, dass wir ausgeruht und konzentriert in diese wichtige Begegnung gehen.“

Trotz Rang neun sind die Westfalen keine Laufkundschaft, zählen zur erweiterten Spitzengruppe. Allerdings hat die Truppe von Kay Rothenpieler vier der vergangenen fünf Spiele verloren, unterlag zuletzt beim Branchenneuling Rhein Vikings knapp mit 23:24. „Das war natürlich ein Rückschlag für den ASV“, sagt Balingens Übungsleiter, „aber Hamm hat gegen Bietigheim stark gespielt . . .“ Was fehlt bei den Westfalen: konstante Leistungen und eine klare Hierarchie beim spielenden Personal.

Kommt das Team um Juniorennationalspieler Björn Zintel, Torjäger Christoph Neuhold und den Isländer Fannar Fridgeirsson aber ins Rollen, ist es nur schwer zu stoppen. Aus einer aggressiven 6:0-Verteidigung heraus sucht Hamm schnell den Abschluss. „Das müssen wir verhindern“, fordert Sigtryggsson. Der hat sich gewohnt intensiv mit dem Gegner beschäftigt, warnt vor „einer gut und breit besetzten Mannschaft mit guten Handballern und einer hitzigen Atmosphäre.“ Die ähnelt der in Dessau, wo die Schwaben überraschend einen Punkt liegen ließen. „Ich hoffe, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben“, sagt der Trainer des Tabellendritten abschließend.

Sportlich läuft der Absteiger HSC Coburg in der 2. Liga den Erwartungen hinterher Grund dafür ist auch die angespannte Personalsituation. Neben den Langzeitverletzten Girts Lilienfelds, Tom Wetzel und Jan Kulhanek muss nun auch Philipp Barsties pausieren. Der 26-jährige Abwehrspezialist hatte sich im Training bei einer Zweikampfaktion eine Innenmeniskus-Verletzung am linken Knie zugezogen und fällt nun mindestens sechs Wochen aus.

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