HBW-Feuerwerk begeistert Coach Runar Sigtryggsson

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Souverän setzte sich der HBW Balingen-Weilstetten gegen die HG Saarlouis durch, gewann auch das fünfte Heimspiel in Folge. Sieben Mal netzte der Österreicher Tobias Wagner.  Foto: 

Ganz souverän setzten sich die „Gallier von der Alb“ gegen die Saarländer durch. Bereits zur Pause war die Partie entschieden. „Das war einfach geil“, sagte Balingens Toptorjäger Gregor Thomann nach dem Kantersieg.

Gegen die HG Saarlouis überraschte HBW-Coach Runar Sigtryggsson mit Markus Stegefelt in der Startsieben. Für den verletzten Christoph Foth (Schulterprobleme) rückte Tobias Wagner an den Kreis. Der Österreicher wurde bereits nach zwei Minuten recht rüde attackiert – den fälligen Strafwurf vergab allerdings Oddur Gretarsson. Eine Fahrkarte ohne Konsequenzen. In der Defensive setzte HBW-Keeper Marouen Maggaiz die ersten Akzente. Thomann netzte zum 3:0 (5. Minute). Es lief bei den Schwaben. Auch in der Folge dominierte der Bundesliga-Absteiger, während die Saarländer keine Mittel gegen die 5:1-Abwehr der „Gallier von der Alb“ fanden. Ohne Probleme konservierte der Fusionsklub aus Balingen und Weilstetten die klare Führung, spielte weiter mit hohem Tempo nach vorne und ließ in der Abwehr nichts zu. Tim Nothdurft baute den Vorsprung aus, traf zum 6:2 (9.).

HGS-Coach Jörg Bohrmann reagierte, zückte früh die grüne Karte. Die Ansprache des 48-Jährigen zeigte nur bedingt Wirkung. Lars Weisgerber zog die nächste Fahrkarte – und der HBW weiter davon: auf 8:3 (12.). Offensiv blieb die HGS blass. Auch eine Zeitstrafe gegen Lars Friedrich brachte die Schwaben nicht aus dem Rhythmus. Bohrmann bat erneut zur Extrabesprechung an die Seitenlinie, versuchte nachzujustieren. Nach acht torlosen Minuten traf Routinier Martin Murawski zwar (10:4/ 18.), entscheidend verkürzte der Außenseiter jedoch nicht. Konsequent brachte der Aufstiegsaspirant sein Potenzial auf die Platte, lag komfortabel vorne: mit 13:5 (21.).

Es wurde richtig bitter für Saarlouis, das sich den 15. Gegentreffer ins leere Tor durch Martin Strobel einhandelte. Noch vor der Pause machten es die „Gallier von der Alb“ zweistellig. Aus zehn Metern brachte Jona Schoch die Maschen zum Glühen (19:9/28.). „Die ersten 30 Minuten waren ein Feuerwerk“, meinte Sigtryggsson, „es hat alles, was bei Saarlouis gegen Schwartau funktioniert hat, nicht funktioniert. Und bei uns lief es gut . . .“ Unumwunden räumte sein Gegenüber ein: „Wir haben jede Eins-gegen-eins-Situation verloren, in der zweiten Halbzeit waren wir etwas aggressiver.“

Dennoch blieb es eine einseitige Angelegenheit. Wagner – exzellent von Friedrich in Szene gesetzt – traf zum 22:11 (34.). Saarlouis versuchte mit langen Angriffen etwas das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, was auch klappte. Mit seinem fünften Treffer war Weisgerber zum 14:24 erfolgreich (37.). Bei den Schwaben lief es in dieser Phase nicht mehr rund. Die offensive Deckung der Saarländer stellte den HBW vor Schwierigkeiten. Sigtryggsson sah nicht grundlos Gesprächsbedarf. Die Gäste investierten einfach mehr, waren präsenter in den Zweikämpfen. Thomann und Wagner stellten schließlich den alten Zehn-Tore-Abstand wieder her: beim 28:18 (49.).

In den finalen Spielminuten passierte nicht mehr viel. Die Saarländer versuchten es noch einmal mit Zwei-Meter-Mann Arthur Muller im linken Rückraum, der in Unterzahl zum 19:29 traf (52.). Die Balinger zogen noch einmal das Tempo an, lagen sechs Minuten vor dem Ende mit 32:19 vorne. Von Saarlouis kam nichts mehr. Nach 60 Minuten hieß es 36:22. „Wir können zufrieden sein“, bilanzierte Wagner, „es muss unser tägliches Brot sein, solche Spiele zu gewinnen. Jetzt können wir uns heute noch freuen und morgen auch, aber ab Montag konzentrieren wir uns dann wieder voll auf die nächste Aufgabe. In Hamm wird es auch wieder richtig hart.“

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